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Wien: Arbeitslosigkeit im September zurückgegangen

Die Arbeitslosigkeit ist um 3,8 Porzent gesunken.
Die Arbeitslosigkeit ist um 3,8 Porzent gesunken. ©pixabay.com (Sujet)
In Wien ist die Arbeitslosigkeit im September weiter gesunken. Im Vergleich zum August gab es um 3,8 Prozent weniger Arbeitslose.

Die Arbeitslosigkeit in Wien ist im September weiter gesunken: Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren um 3,8 Prozent weniger Menschen ohne Job. Die Gruppe der beim Arbeitsmarktservice vorgemerkten Personen ist um 4,4 Prozent auf 108.457 zurückgegangen, jene der Schulungsteilnehmer um 1,1 Prozent auf 26.187. Nicht so rosig sieht es allerdings bei den älteren Arbeitslosen aus.

Wien: Leichtes Plus bei Über-50-Jährigen

Denn bei den Über-50-Jährigen gab es im Vormonat sogar einen leichten Zuwachs bei den Jobsuchenden - und zwar um 0,6 Prozent, wie das AMS Wien am Dienstag mitteilte. Deutlich positiver die Situation bei den Jungen: In der Altersgruppe der Unter-25-Jährigen wurde ein Rückgang von 11,6 Prozent verzeichnet.

Nach wichtigen Branchen betrachtet, ist in der Bundeshauptstadt die Arbeitslosigkeit im September in der Warenproduktion um 3 Prozent, in Hotellerie und Gastronomie um 3,9 Prozent, im Bau um 4,1 Prozent und im Einzelhandel um 6,6 Prozent zurückgegangen. Die Zahl der offenen Stellen, die die Wiener Unternehmen dem AMS Wien zur Besetzung gemeldet haben, war um 22,2 Prozent höher als vor einem Jahr.

Arbeitslosigkeit in Österreich dürfte bald wieder steigen

Mit den rückläufigen Arbeitslosenzahlen dürfte es angesichts der nachlassenden Konjunktur bald vorbei sein. "Ob noch im November oder Dezember oder später, das hängt davon ab, wie es in den Branchen etwa im Handel, im Tourismus und am Bau läuft, aber im gesamten Jahr 2020 werden wir sicher wieder ein Plus bei den Arbeitslosenzahlen haben", sagte AMS-Vorstand Herbert Buchinger im ORF-Radio.

Das Parlament habe dem Arbeitsmarktservice (AMS) gerade das Budget aufgestockt. 50 Mio. Euro stünden zur Verfügung. "Wir werden Tausenden älteren Arbeitslosen damit helfen können", meinte Buchinger am Dienstag im Ö1-"Mittagsjournal. Die "Aktion 20.000" für ältere Arbeitslose wird wiederbelebt.

Heuer im September verringerte sich die Zahl der Jobsuchenden im Jahresabstand noch um 3 Prozent auf rund 330.000, im Vorjahresmonat hatte der Rückgang aber noch 8 Prozent betragen. Die Arbeitslosenzahlen in Österreich sinken seit dem Frühjahr 2017.

Arbeitslosigkeit: AK fordert verstärkte Unterstützung für Ältere

Die Arbeiterkammer (AK) sorgt sich um die Zukunft jener Gruppen, die es am Arbeitsmarkt besonders schwer haben - ältere Arbeitslose mit Gesundheitsproblemen und Menschen mit Behinderung. "Um diesen Menschen eine Chance zu geben, braucht es entschiedene politische Maßnahmen", so AK-Wien-Chefin Renate Anderl am Dienstag in einer Aussendung.

Die "Aktion 20.000" soll ihrer Meinung nach verlängert und weiterentwickelt werden. Als einen Schritt in die richtige Richtung sieht sie den Beschluss des Nationalrates vor der Wahl, zusätzliche Mittel für über 50-jährige Langzeitarbeitslose zur Verfügung zu stellen - in Summe 50 Mio. Euro.

Anderl will, "dass der Staat sinnvolle Arbeit in den Gemeinden finanziert statt die Langzeitarbeitslosigkeit". Das könne auch dazu beitragen, die "Ausdünnung der sozialen Infrastruktur in den Gemeinden" zu verhindern. Auf kommunaler Ebene könnten derzeit viele soziale, kulturelle oder ökologische Anliegen der Bevölkerung nicht ausreichend erfüllt werden. Den Gemeinden fehle es an Finanzkraft, die dafür notwendigen Personen zu beschäftigen.

Korosek ortet Auftrag an die ÖVP

Seniorenbund-Präsidentin Ingrid Korosek strich die Bedeutung der älteren Generation bei den Wahlen hervor: "Die Generation 50+ hat die Wahlen entschieden - bei den Über-50-Jährigen hat die Volkspartei 44 Prozent, bei den Seniorinnen und Senioren sogar 49 Prozent erreicht." Sie sieht darin den politischen Auftrag, eine "innovative Seniorenpolitik" zu verfolgen. Deren Belange müssten Teil des nächsten Regierungsprogramms sein.

Angesichts der nachlassenden Konjunktur stehen auch wieder steigende Arbeitslosenzahlen ins Haus. Umso wichtiger sei es, dass "rasch Maßnahmen für eine nachhaltige Arbeitsmarktpolitik" gesetzt werden, finden die NEOS. "Es wird eine wichtige Aufgabe der neuen Regierung sein, in Aus- und Weiterbildung von Erwerbstätigen zu investieren, anstatt die Arbeitslosigkeit weiter verwalten zu lassen", findet NEOS-Sozialsprecher Gerald Loacker. Mehr Weiterbildung während der Berufslaufbahn schütze vor Arbeitslosigkeit aufgrund von Strukturwandel. Lebenslanges Lernen solle unterstützt werden.

(APA/Red)

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