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Wien als Standort für mehr Headquarter

Noch mehr Zentralen internationaler Konzerne sollen in Wien ihre Zelte aufschlagen. Das ist das Ziel einer gemeinsamen Initiative der Wiener Wirtschaftskammer und der Austrian Business Agency (ABA).

Erreicht werden soll dies durch eine intensivierte Betreuung der Headquarters. Wobei Wien bereits jetzt Erfolge vorweisen kann: 2009 betreute die ABA 89 internationale Betriebsansiedlungen in der Bundeshauptstadt – das entspricht 57 Prozent aller Ansiedlungen in Österreich.

Wien hat international einen exzellenten Ruf als Standort für Headquarters”, versicherte Kammerpräsidentin Brigitte Jank im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Rene Siegl von der Austrian Business Agency und Leo Hauska von Headquarters Austria (HQ Austria). Immer mehr Firmen geben demnach Wien den Vorzug, zumindest im Vergleich zu den anderen Bundesländern. In absoluten Zahlen ist der Wert hingegen gesunken: 2008 waren 112 Ansiedlungen verzeichnet worden.

Metro hat Firmensitz in Wien

Sieben Firmensitze internationaler Unternehmen wurden 2009 errichtet. Als prominentestes Beispiel wurde der deutsche Handelskonzern Metro genannt, der im August 2009 sein Osteuropa-Headquarter in der Wiener Riemergasse eröffnete. Jank verwies darauf, dass Firmenzentralen meist auch Folgeinvestitionen nach sich ziehen.

Im Rahmen des nun gestarteten Projekts werden Wirtschaftskammer und ABA gemeinsam alle Headquarter in Wien besuchen. Darüber hinaus richtet die Wirtschaftskammer eine spezielle Service-Infoline für Fragen zu Themen wie Arbeitsrecht, Steuern und Förderungen, Betriebsanlagengenehmigungen oder Exportberatung ein.

98 ausländische Firmen angesiedelt

Laut einer Aussendung der Wiener Wirtschaftsstadträtin Renate Brauner (S) wurden – wenn man auch die allein vom Wiener Wirtschaftsförderungsfonds (WWFF) betreuten Unternehmen dazuzählt – insgesamt 98 ausländische Firmen angesiedelt. Die meisten davon kamen im Vorjahr aus Deutschland (27). Als ungebrochen stark wurde auch das Interesse von Unternehmen aus Mittel- und Osteuropa bezeichnet: 24 Neuansiedlungen aus den CEE-Staaten konnten im Jahr 2009 verzeichnet werden, wichtigste Investoren waren dabei Russland (9) und Ungarn (6).

Die meisten Betriebsansiedlungen betrafen die Bereiche Dienstleistungen und Handel: Stärkste Branchen waren IKT/Neue Medien (12), Life Sciences (10) und Finanzdienstleistungen (7).

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