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Wien: 15-Jähriger von polizeibekanntem Teenie zusammengeschlagen

Der 15-Jährige wurde in Wien-Leopoldstadt festgenommen.
Der 15-Jährige wurde in Wien-Leopoldstadt festgenommen. ©APA (Sujet)
Am 15. September wurde ein Video veröffentlicht, in dem zu sehen war, wie ein Jugendlicher in Wien-Floridsdorf von einem zu diesem Zeitpunkt noch Unbekannten geschlagen wurde. Das LKA Wien startete seine Ermittlungen, die ergaben, dass es sich sowohl bei Opfer als auch bei Täter um einen 15-Jährigen handelte. Der Fall erinnert an die selbst ernannten "Sittenwächter".
Polizei forschte elf "Sittenwächter" in Wien aus

Das 15-jährige Opfer gab an, auf dem Heimweg von einem Lerntreffen mit einer Freundin gewesen zu sein. Die Schulkollegin brauchte Hilfe bei der Mathematikhausübung. Davon bekam der 15-jährige Beschuldigte Wind, über Chatverläufe am Handy der jungen Frau fand er Näheres heraus. Am Heimweg wurde er plötzlich von dem Jugendlichen angehalten und ohne Vorwarnung ins Gesicht geschlagen und getreten. Außerdem forderte ihn der Teenager dazu auf, sich nicht mehr mit dem tschetschenischen Mädchen zu treffen.

15-Jähriger in Wien-Leopoldstadt festgenommen

Das Opfer erstattete Anzeige, Anfang vergangener Woche tauchte dann noch das Video auf. Ein 15-jähriger Staatsangehöriger der russischen Föderation konnte nach intensiven Ermittlungen als Tatverdächtiger ausgeforscht werden. Da gegen den Jugendlichen bereits wegen des Verdachts des Raubes ermittelt wurde, bestand eine aufrechte Festnahmeanordnung der Staatsanwaltschaft Wien.

Der 15-Jährige wurde am 18. September gegen 8.30 Uhr an seiner Wohnadresse in der Taborstraße in Wien-Leopoldstadt festgenommen und in eine Justizanstalt gebracht.

Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass der Jugendliche weitere Straftaten begangen hat, werden etwaige Opfer dazu auf aufgefordert, sich unter der Telefonnummer 01 31 310 33800 - auch anonym - an das LKA Wien zu wenden.

Fall erinnert an selbst ernannte "Sittenwächter"

Der Fall erinnert an die seit Monaten laufenden Ermittlungen gegen eine Gruppe von selbst ernannten tschetschenisch-stämmigen "Sittenwächtern" mit bisher elf Tatverdächtigen. Die Bande soll "zu westliche" Landsfrauen "belehrt" und bedroht haben, die Zahl der Betroffenen könnte nach Angaben der Landespolizeidirektion dreistellig sein.

Ob der 15-Jährige tatsächlich Verbindungen zu dieser kriminellen Gruppierung hat oder doch eher ein Nachahmer ist, sei noch nicht geklärt, sagte Polizeisprecherin Barbara Gass. Die Vorgehensweise sei ähnlich, es könnte sich aber auch um eine Einzelaktion handeln.

Die Ermittlungen gegen die erwachsenen "Sittenwächter" laufen auch wegen Waffenhandels, Freiheitsentziehung, schwerer Körperverletzung und Kfz-Diebstahl. Die hierarchisch strukturierte Gruppierung soll seit Anfang des Jahres ihr Unwesen getrieben haben, war über geheime Chatgruppen organisiert und führte Akten über hunderte Frauen mit deren Aktivitäten im Internet und in der Öffentlichkeit. Zuletzt saßen vier der Verdächtigen in U-Haft, wobei die Anzeigen auf Gründung einer kriminellen Vereinigung sowie eines verbrecherischen Komplotts und Nötigung lauten.

(Red.)

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