Wieder Serie von Anschlägen im Irak

Einen Tag nach dem Abschuss eines US-Hubschraubers ist es im Irak wieder zu mehreren Anschlägen gekommen. Bei einer Explosion vor einer Moschee wurden fünf Menschen getötet.

Laut Ärzten sagten, wurden 37 Menschen verletzt. Die Detonation ereignete sich nach dem Ende des Freitagsgebets. Zuvor hatten irakische Rebellen ein Hotel in Bagdad mit Raketen angegriffen.

Die drei Angreifer feuerten die Geschoße nach Polizeiangaben von tragbaren Gechützen aus ab. Sie richteten Sachschäden im vierten und fünften Stockwerk des Hotels Burdj el Hayat ab, in dem Firmenvertreter mit Aufträgen für den Wiederaufbau untergebracht sind. Verletzt wurde dabei niemand. Drei Angreifer feuerten die Geschoße nach Polizeiangaben von tragbaren Gechützen aus ab. In dem Hotel sind Firmenvertreter mit Aufträgen für den Wiederaufbau untergebracht.

Bei einem Bombenanschlag im Westen von Bagdad wurden am Freitag zwei Iraker verletzt. Die Bombe explodierte kurz nachdem ein US-Militärkonvoi die Stelle passiert hatte. Ein weiterer Bombenanschlag wurde weiter südlich aus Kerbala gemeldet, dort riss die Explosion ein Loch in die Mauer einer Polizeiwache.

Die US-Streitkräfte leiteten am Freitag eine der bisher größten Razzien gegen die Aufstandsbewegung ein. Mehr als 300 Soldaten stürmten am Freitag 20 Häuser und drei Geschäfte in Saddam Husseins Heimatstadt Tikrit. Dabei wurden nach Militärangaben 30 Personen festgenommen, darunter auch 12 von 18 namentlich gesuchten Verdächtigen. Bei dem Abschuss eines US-Hubschraubers bei Falludscha waren am Donnerstag neun US-Soldaten ums Leben gekommen.

Nach dem Start vom Flughafen Bagdad wurde am Donnerstag ein amerikanisches Transportflugzeug vom Typ C-5 beschossen, wie die US-Luftwaffe mitteilte. Trotz der Beschädigung eines Triebwerks konnte die Maschine mit 63 Menschen an Bord zurückkehren und sicher landen.

Die USA begannen unterdessen mit einem umfassenden Truppenaustausch im Irak. Die rund 130.000 amerikanischen Soldaten im Irak sollen in den kommenden vier Monaten nach Hause zurückkehren und durch etwa 110.000 Soldaten mit leichterer Ausrüstung ersetzt werden. Die Ablösung begann nach Angaben aus Washington in dieser Woche mit der Rückkehr der ersten 200 Mitglieder der 101. Luftlandedivision vom Irak nach Kentucky und der Entsendung von Fallschirmeinheiten aus North Carolina.

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