Wie die schönsten Safari-Fotos gelingen

So gelingen Ihre Safari-Fotos auf jeden Fall.
So gelingen Ihre Safari-Fotos auf jeden Fall. ©Janine Grab-Bolliger / Bearbeitung: Joujou / pixelio.de
Natürlich deckt eine so genannte Reisekamera mit einem großen Zoom-Objektiv die meisten Foto-Situationen, mit denen man im Urlaub konfrontiert wird, bravourös ab, um die Erinnerungen optimal festzuhalten, ist es dennoch ratsam, schon beim Zusammenstellen der Ausrüstung darauf zu achten, dass das Equipment an die Art des Urlaubs und das Reiseziel angepasst ist.

Wer eine Safari plant, braucht unbedingt eine Spiegelreflexkamera, denn nur eine DSLR ist schnell genug, um unerwartete Momente festhalten zu können. Während eine Kompaktkamera nach dem Einschalten meist einige Sekunden braucht, bis sie einsatzbereit ist, benötigt man für dieselbe Prozedur bei einer Spiegelreflexkamera mit ein bisschen Übung nur Sekundenbruchteile: Gleich beim Hochheben der Kamera auf den Einschaltknopf drücken, bis das Gerät auf Augenhöhe ist, ist es dann auch schon zum Auslösen bereit. Da bei den meisten Wechselobjektiven nicht mit einem Motor, sondern per Hand gezoomt wird, muss man auch nicht warten, bis die Kamera mehr oder weniger gemächlich die Linsen in die richtige Position gebracht hat, sondern kann – ebenfalls wieder mit etwas Übung – mit nur einer Drehung aus dem Handgelenk die richtige Brennweite einstellen.

Safari-Fotos mit einer Spiegelreflexkamera

Nur mit einer Spiegelreflexkamera ist es möglich, wirklich genau den Sekundenbruchteil zu erwischen, in dem der Leopard losspringt, oder eine vorbeiflitzende Gazelle zu fotografieren, ehe sie hinter dem nächsten Gebüsch verschwunden ist. Dabei sollte man auf jeden Fall den optischen Sucher benutzen, und das LCD-Display abgeschaltet lassen. Zum einen verliert man durch die Darstellung des Live-Bildes wertvolle Zehntelsekunden, zum anderen verbraucht der Farbsucher Strom, der abseits der Zivilisation vielleicht gar nicht so leicht aufzutreiben ist.

Wenn man nur den optischen Sucher benutzt, und auch darauf verzichtet, jedes Bild sofort nach der Aufnahme auf dem Display zu kontrollieren, schafft man mit einer Spiegelreflexkamera mit einer Akkuladung je nach Modell tausend Fotos und mehr, während eine durchschnittliche Kompaktkamera meist schon nach 200 Aufnahmen restlos erschöpft ist. Dennoch ist es ratsam, noch einen oder besser zwei Reserve-Akkus mit dabei zu haben – es wäre doch zu schade, wenn der Fotomoment, auf den man das ganze Leben gewartet hat, an einer leeren Batterie scheitern würde. Dasselbe gilt auch für Speicherkarten, lieber ein paar mehr als nur eine einzige zu wenig in der Fototasche! Außerdem ist es in der Praxis vernünftiger, viele kleine Speicherkarten mit zwei bis vier Gigabyte, als große mit 32 oder gar 64 GB einzustecken. Wenn eine Karte aus welchem Grund auch immer beschädigt wird, kann man schnell mit der nächsten weiterfotografieren, und sich dann zuhause in aller Ruhe an die Reparatur des schadhaften Speichermediums machen.

Die richtige Objektiv-Wahl

Was die Objektive betrifft, ist auf jeden Fall ein starkes Tele angesagt, um Tiere aus der Ferne ganz groß ins Bild zu holen, aber auch ein Weitwinkel ist ein unbedingtes Muss, um den Eindruck der endlos weiten Landschaft einzufangen. Vor allem beim Teleobjektiv wäre es gut, eine möglichst weite Anfangsblende (1:2,8 wäre wünschenswert, ist aber nur für Profis erschwinglich) zur Verfügung zu haben, um mit extrem kurzen Verschlusszeiten arbeiten zu können. Schließlich ist die Gefahr, zu verwackeln, auf einer Safari ungleich größer als auf einer Städte-Tour. Zum einen wird durch die lange Brennweite des Teles jedes noch so geringe Zittern der Hand verstärkt, wobei tropische Hitze und die Aufregung es dem Fotografen ohnehin schon schwere machen, eine ruhige Hand zu bewahren, zum anderen werden sich etliche spannende Situationen während der Fahrt im Jeep auf holprigen Schotterpisten ergeben, was die Verwacklungsgefahr noch zusätzlich steigert.

Ein lichtstarkes Normalobjektiv empfiehlt sich letztendlich noch zusätzlich für Pirschfahrten in der Dämmerung.

Und als kleines Extra gehört dann noch eine robuste, kompakte Outdoor-Kamera ins Handgepäck – sie kommt dann zum Einsatz, wenn man beispielsweise beim Abendessen, einem Stadtbummel oder einem Strandspaziergang nicht die komplette Fotoausrüstung mitschleppen möchte, sie kann aber auch im Standsturm oder strömenden Regen, wenn man die große DSLR auf gar keinen Fall mehr aus der Fototasche nehmen sollte, von unschätzbarem Wert sein.

(Text: Uwe Fischer)

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