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Widersprüchliche Angaben zu Hinrichtung

Im Irak gibt es sehr widersprüchliche Aussagen über eine möglicherweise kurz bevor stehende Hinrichtung des ehemaligen Iraker Machthabers Saddam Hussein.

Ein Verteidiger Saddams erklärte, der Ex-Präsident sei von den US-Truppen im Irak an die Behörden des Landes überstellt worden. Das irakische Justizministerium wies dies zurück. „Das ist nicht wahr“, sagte ein hochrangiger Mitarbeiter.

„Er ist weiterhin unter Aufsicht der Amerikaner“, erklärte er weiter. Saddam werde nicht vor dem 26. Jänner hingerichtet werden.

In US-Regierungskreisen hatte es am Donnerstag geheißen, Saddam könne bereits am Samstag gehängt werden. „Ich habe gehört, dass es wahrscheinlich nur noch zwei weitere Tage sein werden“, sagte ein hochrangiger Mitarbeiter von Präsident Bush. Ein irakisches Regierungsmitglied hatte allerdings erklärt, mehrere Feiertage könnten die Exekution verzögern. Sie fallen mit dem Pilgerzug nach Mekka – der Hadsch – zusammen und dauern von Freitag bis zum 7. Jänner. Im Irak sind Hinrichtungen an religiösen Feiertagen verboten.

Ein Berufungsgericht hatte am Dienstag das Todesurteil bestätigt, das Anfang November gegen den 69-jährigen Saddam wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit verhängt worden war. Er soll gehängt werden.

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