WHO zur Ukraine-Situation: Gesundheitseinrichtungen dürfen nie Ziel von Angriffen werden

WHO-Regionaldirektor Hans Kluge hat Angriffe auf das Gesundheitswesen in der Ukraine scharf verurteilt
WHO-Regionaldirektor Hans Kluge hat Angriffe auf das Gesundheitswesen in der Ukraine scharf verurteilt ©REUTERS
16 Berichte über Attacken auf das Gesundheitswesen in der Ukraine im Zuge des aktuellen Konfliktes sind publik gemacht worden. Die WHO verurteilt Angriffe wie diese "auf das Schärfste."
Ukraine: 406 Zivilisten getötet

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat angesichts des russischen Angriffskriegs in der Ukraine einen besseren Schutz für Krankenhäuser gefordert.

WHO: Krankenhäuser und deren Personal dürfen nie zum Ziel werden

"Es versteht sich von selbst, dass Gesundheitspersonal, Krankenhäuser und andere medizinische Einrichtungen niemals zu einem Ziel werden dürfen, auch nicht während Krisen und Konflikten", sagte Regionaldirektor Hans Kluge am Dienstag in Kopenhagen. Bisher seien 16 Berichte über Attacken auf das Gesundheitswesen bestätigt worden

Weitere würden überprüft, so Kluge: "Die WHO verurteilt diese Angriffe auf das Schärfste." Zur WHO-Region Europa zählen 53 Länder, auch Russland und die Ukraine.

Ukraine-Gesundheitssystem unter starkem Druck - WHO hat drei Prioritäten

Innerhalb der Ukraine sehe man ein Gesundheitssystem unter starkem Druck, jenseits ihrer Grenzen die am schnellsten wachsende Flüchtlingskrise in Europa seit mehr als 75 Jahren. Für die WHO gebe es drei Prioritäten: Zum einen arbeite man daran, Güter wie Sauerstoff, Insulin und Schutzausrüstung ins Land zu bringen. Zum anderen gehe es darum, die Gesundheitsinfrastruktur in den Nachbarstaaten sicherzustellen. Ein dritter Fokus liege darauf, mit Hilfe eines WHO-Einsatzzentrums in Lwiw (Lemberg) Unterstützung zu leisten.

(APA/Red)

  • VIENNA.AT
  • Chronik
  • WHO zur Ukraine-Situation: Gesundheitseinrichtungen dürfen nie Ziel von Angriffen werden
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen