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What is Love - Trailer und Kritik zum Film

Bettenmachen daheim ist ungleich spannender als im Kino. Unkommentierte Alltagsszenen können rasch etwas Lähmendes, Träges erhalten. Alle Spielzeiten auf einen Blick

Ruth Maders österreichischer Beitrag “What is Love” im Forum der 62. Berlinale bestätigt das, indem der (Liebes-)Alltag von fünf Menschen beziehungsweise Paaren zusammenhanglos aneinander geschnitten werden. Am 30. März startet “What is Love” in den österreichischen Kinos.

Keine strenge Aufnahmetechnik in “What is Love”

Verstärkt wird das durchwachsene Gefühl durch die formal strenge Aufnahmetechnik: Kein Schwenk, kein Zoom, lediglich subjektive Kamera, die ab und zu einen Protagonisten verfolgt. Die deprimierend eintönige Landschaft um Wien mit ihren uninspirierten Straßendörfern, die schon oft die Kulisse für düster gewirkte Streifen abgab, trägt das Ihrige zu einer freudlosen Grundstimmung bei. Der Formalismus löst dabei immer wieder die Frage nach Inszenierung oder dokumentarischer Intention aus, das Grundgerüst der fünf Episoden könnte beiden Formen Rechnung tragen.

Da ist das Ehepaar, in dessen Beziehung es merkbar knirscht, weil der Ehemann mehr Zeit seinem Beruf als der Familie zu widmen scheint: Gespräche mit Wiedererkennungseffekt. Oder der junge Landpfarrer, der sich gegen die religiöse Resignation anzustemmen versucht, aber in Gegenwart seiner letzten Schäflein, älteren, über viele Jahrzehnte fest im Glauben wurzelnden Frauen, in all seiner Hilflosigkeit erscheint – nämlich als es um die Veräußerung der Pfarrkirche geht, eine von ihnen meint, bald werde wohl auch der Stephansdom verkauft werden, und er nichts darauf zu sagen weiß. Das ist einer der raren Momente, die dem Zuseher etwas vermitteln, Anteilnahme wecken können.

Das Beachtliche dieses Films liegt weniger in der Komposition der 79 Minuten als vielmehr darin, Menschen dahin zu bringen, intimste Persönlichkeitsreviere vor der Kamera zu öffnen, vom gemeinsamen Abendgebet bis zu den Eheproblemen. Dass die Regisseurin mit einem Konzept an die einzelnen Szenen heranging und ihre Protagonisten über bestimmte Handlungsstränge instruierte, kann der Kinobesucher nicht wissen. Er erlebt fünfmal unspektakulären Alltag, der auch nicht miteinander in Bezug gebracht wird.

Stets bleibt dabei die Kamera unbewegter Zuschauer, mischt sich nicht ein, wird nicht angesprochen. Immer wieder werden Menschen beim Autofahren begleitet, offensichtlich die zwangsläufig einzige Möglichkeit, sich in einem Land wie Niederösterreich über längere Strecken fortzubewegen. Das alles ermüdet, macht ungeduldig und löst die Frage aus, was der Streifen eigentlich sagen will, was man nicht ohnedies schon kennt. Eine Antwort erhält man nicht.

(APA)
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