Wettersatellit startet mit österreichischer Technik ins All

Der Satellit startet am 7. November mit österreichischer Technik an Bord.
Der Satellit startet am 7. November mit österreichischer Technik an Bord. ©pixabay.com (Symbolbild)
In der Nacht auf den 7. November startet der europäische Wettersatellit (MetOp). Mit an Board: Technik aus Österreich.

Mit dem Satelliten MetOp-C soll in der Nacht auf den 7. November der dritte und letzte Vertreter aus der derzeitigen Baureihe vom europäischen Weltraumbahnhof in Kourou in Französisch-Guayana abheben. Der Klima- und Wettersatellit wird die Erde in einer Höhe von 800 Kilometern in einer polaren Umlaufbahn umrunden, und auch mit Technologie aus Österreich Daten sammeln.

Ziel des “Meteorological Operational satellite programme” (MetOp) ist es, das Klima zu beobachten, um auf Basis dieser Informationen Wetter- und Klimavorhersagen zu verbessern. Das Programm ist ein Gemeinschaftsvorhaben der Europäischen Raumfahrtbehörde ESA und der “Europäischen Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten” (EUMETSAT), die von 30 europäischen Mitgliedsländern, darunter auch Österreich, finanziert wird. Nachdem MetOp-A im Oktober 2006 und MetOp-B im September 2012 ins All geschossen wurden, soll mit dem dritten Beobachter im Bunde nun die Qualität der Daten weiter erhöht werden. Vor allem soll das Trio dann bessere Daten zur Temperatur und Luftfeuchtigkeit liefern, so die ESA.

Österreichische Weltraumfirma Ruag Space beteiligt sich

Die österreichische Weltraumfirma Ruag Space zeichnete für das digitale Datenverarbeitungs-Subsystem eines der wesentlichsten Messinstrumente von MetOp-C verantwortlich, wie es in einer Aussendung des Unternehmens heißt. Dieses hochauflösende Infrarot-Spektrometer namens IASI wird neben Temperatur und Feuchtigkeit auch die chemische Zusammensetzung der Atmosphäre in verschiedenen Höhen messen.

Außerdem war das Unternehmen an der Planung und Umsetzung jenes Geräts beteiligt, mit dem sich der Satellit orientiert: Die zentrale Signalverarbeitungseinheit des “GPS Receiver for Atmospheric Sounding” – kurz GRAS – wurde in der Bundeshauptstadt Wien entwickelt und gebaut. “Das daraus gewonnene Know-how haben wir bereits in einer Reihe weiterer Projekte angewandt”, so Max Kowatsch, Geschäftsführer von RUAG Space Austria. Darüber hinaus steuerte die Firma die Thermalisolation mit der Satellit gegen die extremen Bedingungen im abgeschirmt wird, sowie die beiden Satellitencontainer für den Transport des Geräts bei.

Nachdem mit MetOp-C die erste Generation des Programms vollständig ihren Dienst im Orbit verrichtet, wird es unter dem Kürzel MetOp-SG auch eine zweite Satelliten-Generation geben. Für die Ruag-Space belaufen sich die Gesamtaufträge für die erste und zweite Generation auf insgesamt rund 48 Millionen Euro.
(APA/Red)

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