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Westbahnhof: Vom Knotenpunkt zum Regionalbahnhof

Der Westbahnhof verliert bei Inbetriebnahme im Jahre 2013 seine Bedeutung als Fernverkehrsbahnhof.

Einst einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Wiens, wird der Westbahnhof nach Eröffnung des neuen Hauptbahnhofes 2013 zu einem bedeutenden Regionalbahnhof degradiert. Die denkmalgeschützte Halle bleibt bei den seit 15. September 2008 laufenden Umbauarbeiten erhalten. Sie ist ein wichtiger Bau der Nachkriegszeit und wird in die neue “Bahnhofcity Wien West” integriert.

Der 100 Meter lange, 40 Meter breite und zwölf Meter hohe Bau wurde als zweigeschoßiges Entree mit Glasfront Richtung Gürtel 1949 bis 1954 nach Plänen von Robert Hartinger, Sepp Wöhnhart und Franz Xaver Schlarbaum errichtet. In Betrieb genommen wurde der Bau bereits 1951.

Im Jahr 1958 erhielt der Vorbereich der Station den Namen Europaplatz, der Westbahnhof hat damit die repräsentative Adresse Europaplatz 1. Immer wieder kam es zu Um- und Zubauten: So wurden Rolltreppen errichtet, und in den 1990er Jahren setzte man beim Anschluss an die U-Bahn-Linie U3 einen mehrgeschoßigen Glaskubus mit Aufzügen und Stiegen diagonal in die Halle. Dieser wird im Zuge der jetzigen Umbauarbeiten wieder entfernt. Bis Herbst 2011 sollen die Maßnahmen abgeschlossen sein.

Der Westbahnhof, der nun zumindest in Teilen der “Bahnhofcity Wien West” weichen muss, ersetzte dabei nach dem Krieg selbst einen Vorgängerbau: Den 1857 bis 1859 erbauten Kaiserin-Elisabeth-Bahnhof. Dieser war nicht nach Osten, also Richtung Stadtzentrum, sondern parallel zu den Gleisen nach Süden ausgerichtet. Das Gebäude wurde während des Zweiten Weltkriegs durch Bomben schwer beschädigt und danach abgerissen. An die Historie des Gebäudes erinnerte eine Kaiserin-Elisabeth-Statue aus dem 19. Jahrhundert, die seit 1985 im Westbahnhof aufgestellt war.

Nach der Inbetriebnahme des neuen Hauptbahnhofes ab 2013 wird der Westbahnhof seine Funktion als Fernverkehrsbahnhof weitgehend verlieren. Ihm bleibt dann nur mehr die Rolle als bedeutender Regionalbahnhof, in dem der aus Westen kommende Pendelverkehr gebündelt werden soll.

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