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Westafrika: Flüchtlingsdrama vor Küste

Beim Versuch, von der Küste Westafrikas auf die Kanarischen Inseln zu gelangen, sind mindestens 28 Afrikaner ertrunken. Sie verunglückten mit ihren Booten im Atlantik.

Ihre Leichen wurden nach Angaben der marokkanischen Behörden am Dienstag an der Küste der Westsahara nördlich von El Aiun entdeckt. Die Afrikaner waren mit zwei Booten in See gestochen, um von der spanischen Ex-Kolonie auf die Kanaren zu gelangen. Dabei verunglückten sie offenbar mit ihren Booten im Atlantik.

Die Ursachen des Unglücks waren zunächst unbekannt. Die Behörden in Marokko schlossen nicht aus, dass sich noch weitere Flüchtlinge an Bord der beiden Boote befunden hatten. Sie leiteten eine Untersuchung ein und fahndete nach den Schleppern, die die Überfahrt organisiert hatten.

Der Zustrom afrikanischer Flüchtlinge auf die zu Spanien gehörende Inselgruppe nahm in den vergangenen Wochen wieder zu. Seit Anfang des Jahres gelangten nach Angaben der spanischen Regierung mehr als 13.000 Afrikaner illegal auf die Kanaren, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Eine gemeinsame Operation der EU-Staaten zur Eindämmung der illegalen Zuwanderung auf der Inselgruppe verzögerte sich auf Grund bürokratischer Schwierigkeiten und soll Mitte August beginnen.

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