Wespeninvasion - immer Ruhe bewahren!

Sie naschen von unseren Tellern und rudern im Fruchtsaft um ihr Leben: Wespen, die ungebetenen Gäste auf Balkon und Garten! Panische Reaktionen und heftiges Umsichschlagen ist sinnlos und macht die Wespen aggressiv.

Obst, Süßigkeiten, Wurst und Fleisch erfreuen nicht nur unseren Gaumen, sondern verlocken auch Wespen zum Mitnaschen. Zuckerhaltige Nahrung fressen die Tiere selbst, Fleisch und Wurst sammeln sie, um ihre Brut damit zu füttern. Sind die gelb-schwarzen Brummer in der Nähe, heißt es Ruhe bewahren, denn willkürlich und ohne Grund stechen Wespen nicht. Erst durch hektische Bewegungen fühlen sich die Tiere bedroht und werden aggressiv.

Nicht nur lästig, sondern auch nützlich
Nur 2 Arten von Wespen fallen dem Menschen zuweilen lästig, weil sie sich am Mittagstisch bedienen: die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe. Beide Wespen-Arten bauen ihre Nester gerne an abgedunkelten Orten wie verlassenen Mäuselöchern, entlegenen Winkeln am Dachboden o.ä. Wespen sind aber auch sehr nützliche Tiere. Ein Volk der Gemeinen Wespe fängt im Laufe eines Tages bis zu 5000 Fliegen oder andere Insekten, um sie entweder selber zu verspeisen oder ihre Larven im Nest damit zu füttern. Der „Nahrungserwerb“ an unerem Tisch macht nur einen Bruchteil der Ernährung aus, obwohl das natürlich bequemer ist. Wespen sind außerdem Nahrung für andere Tiere, z.B. für Vögel.

Praktische Tipps zum Umgang mit den summenden „Mitessern“
“die umweltberatung” hat einige Tipps zusammengestellt, um das Zusammenleben mit den nicht immer geliebten Mitgeschöpfen im Garten zu erleichtern:

Vorbeugen in und am Haus:

Insektengitter an Fenstern montieren
Verschalungen und Ritzen an Gebäuden regelmäßig begutachten und pflegen bzw. sanieren! Einfluglöcher im Winter mit baulichen Maßnahmen verschließen -eine Ansiedelung kann somit verhindert werden
Vorbeugen am Gartentisch:

  • Kleinkindern nach dem Essen Mund und Hände abwischen
  • Getränke im Freien abdecken oder nur mit Strohhalm und nicht direkt aus der Flasche trinken – v.a. wenn die Flasche undurchsichtig ist
  • Rasche Bewegungen vermeiden, wenn eine Wespe in der Nähe ist. Sie fühlt sich sonst bedroht und sticht zu.
  • Speisen nicht offen stehen lassen, Speisereste sofort abräumen
  • Futterreste von Hunden und Katzen sofort entsorgen
  • Abfalleimer gut verschlossen halten
  • Süßlich riechende Parfums und Haarsprays vermeiden
  • Räucherstäbchen vertreiben die Tiere
  • Zitronenduft, Teebaumöl, Gewürznelken mögen die Tiere nicht – Duftlampen aufstellen!
  • Sollte eine Wespe auf der Haut sitzen: Abstreifen oder –schütteln. Nicht schlagen!

Vorbeugen im Garten:

  • Grenzen respektieren: Nicht näher als 5 Meter an das Nest herangehen – Flugbahn der Tiere nicht unterbrechen!
  • Für Kleinkinder in der Nähe des Nestes eine Absperrung machen.
  • Kinder auf mögliche Gefahr hinweisen
  • Nester in Ruhe lassen – Tiere werden aggressiv, wenn sie die Brut bedroht wähnen
  • Fallobst regelmäßig beseitigen
  • Nicht barfuss über die Wiese gehen

Da Wespen eine wichtige Funktion im Ökosystem haben, sollten ihre Nester nur in Ausnahmefällen von der Feuerwehr entfernt werden, z.B. wenn sie sich an Kinderspielplätzen, Kindergärten oder Altenheimen befinden. Übrigens: Die Nester werden nur einen Sommer lang bewohnt. Wenn der kühle Herbst ins Land zieht, stirbt das Wespenvolk ab, nur die befruchteten Weibchen überwintern. Sie gründen im nächsten Frühling an anderer Stelle ein neues Volk.

Infomaterial
Tipps zum Umgang mit Wespen und anderen „ungebetenen Gästen“ im Haushalt gibt die kostenlose Broschüre „Ameisen, Motten & Co“: Information und Bestellung bei “die umweltberatung” unter 01/803 32 32 oder 027 42/ 718 29. Kostenloser Download und Bestellung im Bestellservice auf www.umweltberatung.at

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