Wertvolle Sammlung wird versteigert

Werke von Gauermann, Klimt und Lassnig - die Sammlung des 2004 verstorbenen Chirurgen Heinrich Lill wird Ende Mai zu Gunsten von "Rettet den Stephansdom" im Dorotheum versteigert.

Zwei Millionen Euro sollen Lills Gemälde und Kunstgegenstände laut Dorotheum wert sein, dazu kommt noch der Erlös zweier noch nicht geschätzter Werke von Schiele und Gerstl, berichtet ORF ON. Der 1918 in der österreichisch-ungarischen Monarchie in Troppau, im heutigen Tschechien, geborene Lill lebte von Kindesbeinen an bis zu seinem Tod 2004 in derselben Wohnung am Rochusmarkt in Wien-Erdberg.

Von seinem Fenster aus konnte der Chirurg auf den Stephansdom blicken, den er auch immer wieder für Messen und Konzerte besuchte, hieß es. In seinem letzten Willen spendete er seine Kunstsammlung dem Verein “Rettet den Stephansdom”.


Viele Raritäten

Die Highlights der Auktion sind neben einem Akt von Schiele und dem “Obstbaum” von Gerstl zwei Ölbilder von Ferdinand Waldmüller, beide auf einen Wert von je 50.000 bis 70.000 Euro geschätzt. Eine Tierdarstellung von Friedrich Gauermann wird um geschätzte 150.000 bis 180.000 Euro versteigert werden.

Mehrere Klimt-Zeichnungen, ein Aquarell von Oskar Kokoschka und Werke von Carl Moll, Alfons Walde und Anton Kolig finden sich ebenfalls im Katalog.

In der Silber-Auktion werden rund 380 Objekte von der Renaissance bis zum Jugendstil versteigert. In der Auktion “Glas und Porzellan” werden Raritäten an früher Wiener Porzellankunst angeboten, vor allem Du Paquier-Erzeugnisse, etwa eine Liebespaar nach einem Meißner Modell aus dem Jahr 1736.

Zu besichtigen sind die Gemälde und Kunstgegenstände ab dem 20. Mai.

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