Wer's glaubt, wird selig - Trailer und Kritik

Dörflich-katholische Bigotterie gepaart mit kleinbürgerlich-deftiger Schlaubergermentalität: Was David Schalko mit seiner ORF-Serie "Braunschlag" anhand eines kleinen niederösterreichischen Dorfes durchexerziert hat, kommt nun in der bayerischen Version als Spielfilm ins Kino.

“Wer’s glaubt wird selig” nennt sich Marcus H. Rosenmüllers skurrile Heimatkomödie, mit welcher der deutsche Regisseur seine beste Leinwandarbeit seit “Wer früher stirbt, ist länger tot” abliefert. Ab Mittwoch im Kino.

“Wer’s glaubt wird selig”: Wundersame Komödie mit Christian Ulmen

 Christian Ulmen glänzt in der Hauptrolle des Hamburgers Georg, den es des Skifahrens und in der Folge auch der Liebe wegen ins kleine bayerische Dörfchen Hollerbach verschlagen hat, wo er mit Emilie (Marie Leuenberger) und deren religiös-fanatischer Schwiegermutter Daisy (Hannelore Elsner) unter einem Dach lebt. Der ausbleibende Schnee nagt an den Nerven der Dorfbewohner, denen die wirtschaftlich schwierige Lage ordentlich zusetzt – erst Daisys Tod nach einem Unfall könnte die Lage ändern.

Der Plan ist ebenso einfach wie bescheuert: Daisy soll heiliggesprochen werden, um Hollerbach zum Wallfahrtsort und damit zur Pilgerstätte für Gläubige werden zu lassen. Während sich die männliche Dorfgemeinschaft (u.a. Simon Schwarz) den Kopf zerbricht, mit welchen Wundern der Gesandte des Vatikans überzeugt werden könnte, ist auch der katholische Gutachter (Fahri Yardim) nicht der, der er sein sollte – sondern vielmehr dessen lebenslustiger Zwillingsbruder, der mit der Kirche nichts am Hut hat.

Rosenmüller hat den Stoff schwarzhumorig und mit großer Zuneigung zu seinen Figuren inszeniert, schreckt nicht vor blutigen bis sexuellen Ausflügen zurück, zelebriert Wortwitze ebenso wie derbe Zoten und bettet das alles in eine ironisch-absurde Rahmenhandlung. Der sympathisch-unbeholfene Ulmen kocht dabei Spaghetti und erzählt dem Papst (Nikolaus Paryla) die ganze Geschichte, deren Irrungen und Wirrungen in der Rückblende fröhlich ausgekostet werden – nicht unbedingt mit großem Tiefgang, aber viel Humor.

(APA)
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