Werbeanrufe: So wehren Sie sich gegen dubiose Telefonkeiler!

Ärgernis Telefonmarketing: Auflegen hilft!
Ärgernis Telefonmarketing: Auflegen hilft! ©bilderbox.at
Monatlich langen allein bei der Arbeiterkammer (AK) rund 1.000 Beschwerden über unerwünschte Werbeanrufe ein. Vor allem Lottogemeinschaften und Gewinnspielanbieter versuchen laut AK, ungewollte Verträge über Telefon abzuschließen. Konsumenten können sich einfach wehren: Denn Werbeanrufe sind verboten, wenn man vorher nicht ausdrücklich zugestimmt hat.

Vor allem Lottogemeinschaften und Gewinnspielanbieter versuchen laut AK, ungewollte Verträge über Telefon abzuschließen. Die Anbieter hätten keinen Respekt vor der Privatsphäre. Die derzeitigen Verwaltungsstrafen seien nicht abschreckend genug, so Konsumentenschützer Harald Glatz.

Außerdem verlangt die AK, dass am Telefon geschlossene Verträge unter anderem von Wett- und Lotterie-Dienstleistungen künftig widerrufen werden können. Wird der Konsument am Telefon überzeugt, zum Beispiel den Telefon- oder Energieanbieter zu wechseln, so bedarf die Kündigung der Schriftform.

Tipps zum Schutz gegen Telefonwerbung:

.) Hängen Sie bei Werbeanrufen entweder sofort auf oder fragen Sie nur nach den Daten des Anrufers. Eruieren Sie soweit möglich Rufnummer, Name des Callcenters und Auftraggeber. Dann können Sie eine Anzeige bei den Fernmeldebüros machen: 1200 Wien, Höchstädtplatz 3; E-Mail: fb.wien@bmvit.gv.at. Die meisten Anrufer werden sich den Fragen entziehen, um anonym zu bleiben.

.) Beantworten Sie am Telefon möglichst keine Fragen. Lassen Sie sich Telefonnummern zum Rückrufen geben, falls Sie später nach intensiver Prüfung von Unterlagen an einen Vertragsabschluss denken. Fragen Sie im Falle eines Vertragsabschlusses nach den Widerrufsfristen.

.) Geben Sie am Telefon nichts über Ihre Person preis, dazu zählen insbesondere auch Ihre Kontodaten. Andernfalls können Direktvertriebs-Firmen Informationen über Sie gewinnen und vor allem auch ungewollte Kontoabbuchungen veranlassen.

.) Wenn Sie sich bereits in ein Gespräch verwickeln haben lassen, achten Sie auf Postzusendungen. Oft werden sie so über (angeblich) am Telefon abgeschlossene Verträge informiert.

.) Will Ihnen ein Telefonmarketing-Agent einen billigeren Telefontarif andrehen, besteht oft Verwechslungsgefahr zwischen verschiedenen Anbietern. Fragen Sie bei Ihrem bisherigen Telekomanbieter nach, was es mit dem Werbeanruf und sonstigen Aktionen auf sich hat.

.) Bei vielen telefonisch abgeschlossenen Telefon- oder Internetverträgen haben Sie ein befristetes, kostenloses Rücktrittsrecht (sieben Werktage ab Vertragsabschluss). Sie müssen schriftlich vom Vertrag zurücktreten. Ohne Vertragsbestätigung des Anbieters samt Belehrung über Ihr Rücktrittsrecht beträgt die Rücktrittsfrist drei Monate.

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