Wer hat das Wiener Bürgermeisterfest tatsächlich bezahlt?

Fast einen Monat nach der Veranstaltung gibt es Streit darüber, wer die Kosten für das Bürgermeisterfest getragen hat.
Fast einen Monat nach der Veranstaltung gibt es Streit darüber, wer die Kosten für das Bürgermeisterfest getragen hat. ©APA
Am 14. September wurde im Wiener Rathaus mit rund 3.000 Gästen das Bürgermeisterfest gefeiert. Seitdem gibt es Streit darum, wer die Kosten für die Veranstaltung tatsächlich getragen hat. Während die FPÖ glaubt, dass die Steuerzahler "zur Kasse gebeten" wurden, betont die SPÖ, dass ein Großteil der Kosten vom Wiener Bezirksblatt übernommen wurden. Dieses soll nun eine Subvention von 78.500 Euro beantragt haben, über die am Dienstag entscheiden werden soll.

Das Bürgermeisterfest sei eine private Veranstaltung, für die kein Cent Steuergeld ausgegeben wurde, betonte die SPÖ bereits wenige Tage nach der Veranstaltung. Einen Großteil der Kosten habe das Wiener Bezirksblatt (Echo Medienhaus) übernommen. Selbiges hat nun um Subventionen angesucht. “Und schon jetzt bekommt der Bürger doch zumindest die erste Teilrechnung für das Prunk-Gelage des Herrn Bürgermeister serviert”, verkündete FPÖ-Gemeinderätin Uta Meyer, Mitglied des Kulturausschusses. Ihrer Ansicht nach hat sich das Verlagshaus mit der  Ausrichtung der Feier übernommen.

Kein Zusammenhang mit Bürgermeisterfest?

In einer Aussendung wirft die SPÖ der FPÖ “abenteuerliche Lügenkonstrukte” vor. “Entweder Frau Meyer hat den Ausschussakt nicht gelesen oder sie setzt ganz bewusst solche Lügen in die Welt. Im Subventionsakt steht eindeutig und unmissverständlich, dass das Geld für das Literaturfest “Rund um die Burg” gedacht ist, mit dem Echo-Medienhaus als Veranstalter”, kontert SP-Gemeinderat und Kultursprecher Ernst Woller. Das Geld komme den Künstlern zu, die dort aufgetreten sind.

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