Wenn Wolken, Sonne & Co. Zeichen geben: Wetterregeln, die man kennen muss

Vergesst moderne Wetter-Apps, denn Menschen verfügen über einen angeborenen Wetterinstinkt. Ein Blick in den Himmel reicht, um kommende Wetterumschwünge oder gefährliche Wetterlagen rechtzeitig zu erkennen - man muss die Zeichen des Himmels nur lesen können. Wie das geht, erklärt Meteorologe Andreas Jäger in seinem neuen Buch.

Der Meteorologe Andreas Jäger stellt gleich zu Beginn seines Buches “20 Wetterregeln, die man kennen muss” eine berechtigte Frage: Verlieren wir unseren angeborenen Wetterinstinkt? Moderne Smartphone-Apps und Computerberechnungen lassen uns glauben, jederzeit perfekt über das Wetter informiert zu sein. Dass diese Berechnungen auch einmal daneben liegen können, wird dabei gerne vergessen.

In früheren Zeiten konnte vom richtigen Deuten des Wetters auch das eigene Leben abhängen. “Ein Bauer, der das ABC des Wetters nicht beherrschte, drohte im Winter zu verhungern. Drei Tage Sonne ohne Regen musste er vorhersehen können, nur dann konnte er das Heu trocken in den Stall einbringen und die Kühe – und damit seine Familie- durch den langen Winter bringen”, so Jäger im Vorwort des Buches.

Heimische Wettergeheimnisse einfach erklärt

Die Bedeutung des Wetterlesens spielt heute vor allem im Freizeit-Bereich eine große Rolle, beispielsweise für Berggeher. So können Bergführer wie Herbert Raffalt, der ebenfalls zahlreiche praktische Tipps im Buch verrät, auch heute noch das Wetter sehen, riechen und schmecken.

Fest steht: Der Himmel schickt seine Wetterzeichen, man muss sie nur lesen können. So deutet ein Berg mit Wolkenhut zum Beispiel auf eine stabile Schönwetterlage hin, während ein heller Ring um Sonne und Mond (Halo) einen Wetterumschwung innerhalb der nächsten 24 Stunden ankündigt.

Kondensstreifen als neue Wetterzeichen

Ganz neue Wetterzeichen sind Kondensstreifen, die man tagtäglich am Himmel sieht. Bleibt ein Streifen am Himmel stehen und löst sich nicht auf bzw. ist er in die Breite “geblasen” worden, dann kündigt sich ein Wetterumschwung an. Wenn sich der Kondensstreifen erst gar nicht richtig bildet und, sobald das Flugzeug weg ist, rasch auflöst, ist von einer Veränderung der Wetterlage dagegen keine Rede.

Auch durch Schornsteine kann man auf einen genauen Wetterbericht verzichten, denn die Rauchfahne gibt Auskunft über Schönwetter, Gewitter und Nebel. Weitere heimische Wettergeheimnisse, die Jäger im Buch wissenschaftlich erklärt, sind Föhnfische, Federwolken oder auch Fallstreifen. Außerdem sollte man seiner Meinung nach nicht jede Wetterregel allzu ernst nehmen, denn “Morgenrot mit Regen droht” (der zweite Teil einer alten Bauernregel) ist viel zu vage.

Wettermäßig auf der sicheren Seite – auch ohne Smartphone

Fazit: Das Buch “20 Wetterregeln, die man kennen muss” ist definitiv lesenswert. Der Leser bekommt von zwei Wetterlesern – einem erfahrenen Meteorologen, der wissenschaftliche Erklärungen liefert, und einem Bergführer, der daraus praktische Tipps ableitet – einen Überblick über die heimischen Himmelszeichen präsentiert. So sollte man wettermäßig auf der sicheren Seite sein – auch ohne Smartphone.

Buchtipp:

20 Wetterregeln, die man kennen muss

Verlag: Servus

Autor: Andreas Jäger

ISBN: 978-3-7104-0167-1

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