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Wenn ich bleibe - Kritik und Trailer zum Film

In der Teenager-Romanze "Wenn ich bleibe" verlieben sich die junge Cellistin Mia und der coole Band-Frontman Adam Hals über Kopf ineinander. Doch die junge Liebe wird durch einen schweren Autounfall jäh unterbrochen. Die Schülerin liegt im Koma, ihre Familie ist tot. Mia blickt in diesem Schwebezustand auf ihr Leben, auf Freundschaften und wichtige Entscheidungen zurück.


Alle Spielzeiten auf einem Blick

Die begabte Cellistin, die auf klassische Musik steht, und der dunkelhaarige Mädchenschwarm von der Indie-Rockband: Mia und Adam haben sich Hals über Kopf ineinander verliebt. “Wenn ich bleibe” (ab 19. September) könnte nun eine gewöhnliche Schnulze über die üblichen Teenagersorgen sein. Doch die Verfilmung des Jugendbuch-Bestsellers der US-Autorin Gayle Forman geht weit darüber hinaus.

Kurzinhalt zum Film

Ähnlich wie in der Jugendromanze “Das Schicksal ist ein mieser Verräter” nach dem Roman von John Green geht es um ein kämpferisches Mädchen und eine junge Liebe im Schatten des Todes: Mia wird durch einen schweren Unfall auf die Probe gestellt.

Die 17-jährige Cellistin, von Hollywoods gleichaltrigem Nachwuchstalent Chloe Grace Moretz gespielt, schaut in Flashbacks auf ihr Leben zurück. Dabei meistert sie eine Doppelrolle, mal die lebendige Mia, mal das Mädchen im Koma, nach einem Unfall auf einer verschneiten Landstraße, bei der die Eltern und der Bruder sterben. Sie ist quasi in einem Schwebezustand zwischen Leben und Tod. Barfuß rennt sie durch die Krankenhausflure, doch niemand kann sie sehen.

“Bitte bleib”, ruft ihr Adam am Krankenbett verzweifelt zu. Das könnte leicht ins kitschig-rührselige Melodrama abgleiten, tut es aber nicht. Natürlich fließen auch im Kinosaal die Tränen, aber Regisseur R.J. Cutler verzichtet auf allzu sentimentale Seichtheiten. Der Amerikaner ist mehr für Sachlichkeit in seiner Dokumentation “The September Issue” über Vogue-Chefin Anna Wintour und dem Politfilm “The World According to Dick Cheney” bekannt.

In “Wenn ich bleibe” geht es um wichtige Lebensentscheidungen: Wie nabelt man sich von den Eltern ab? Wie weit kann man sich auf seine Freunde verlassen? Ist die junge Liebe wichtiger als die Karriere?

Bei Mia läuft anfangs alles glatt. Sie hat coole Eltern, die zwar auf Rockmusik stehen, aber das Klassik-Talent ihrer Tochter fördern. Stacy Keach spielt den liebevollen Opa, der das Mädchen zum Vorspielen für die Aufnahme an der berühmten Musikakademie begleitet. Doch vor allem hat sie Adam (Jamie Blackley), der das musikbesessene, etwas scheue Mädchen den frecheren Rockgören vorzieht.

Kritik zu “Wenn ich bleibe”

Zwischen dem britischen Schauspieler Blackley (“Inside WikiLeaks – Die fünfte Gewalt”) und Moretz stimmt die Chemie. Sie küssen und sie streiten sich. Der Frust wächst, als sich Mia für das Musikstudium in New York bewirbt. Soll sie zugunsten ihrer großen Liebe darauf verzichten, aus ihrer Westküsten-Heimat Oregon wegzuziehen?

Vieles in “Wenn ich bleibe” ist vorhersehbar. Doch Moretz hält den Zuschauer mit ihrer eindringlichen Gratwanderung zwischen Leben, Tod und wichtigen Entscheidungen in der Schwebe. Man nimmt ihr die leidenschaftliche Liebe für ihr Cello ab, mehr noch als ihre Zuneigung für Adam.

Moretz hat es seit dem Horror-Flick “Amityville Horror” weit gebracht. Nach ihrer Hit-Girl-Rolle in dem Action-Spektakel “Kick-Ass” holte Martin Scorsese sie für “Hugo Cabret” vor die Kamera. Es folgten Tim Burtons “Dark Shadows” und das Remake des Kultklassikers “Carrie”. Tränen, Angst und Lacher – in “Wenn ich bleibe” fesselt Moretz mit allen Emotionen.

Trailer zu “Wenn ich bleibe”

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