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Wenn es im Urlaub kracht...

Der ÖAMTC gibt Verhaltenstipps, wie man die Unfallstelle richtig absichert, erste Hilfe leistet, und vieles mehr.

Andere Länder, andere Regeln im Falle eines Verkehrsunfalls – davor warnt der ÖAMTC. Vor allem ein anderes Rechtsverständnis und eine fremde Sprache machen einen Crash im Ausland unangenehm und verursachen oft Streitigkeiten mit der heimischen Versicherung. Die wichtigsten Verhaltensregeln unmittelbar nach dem Unfall sind laut ÖAMTC: Ruhigbleiben, Unfallstelle absichern, Erste Hilfe leisten und wenn nötig die Rettung rufen.

Bei einem Unfall sollte die Polizei verständigt werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn Personen zu Schaden gekommen sind. „Bei Sachschäden ist allerdings Vorsicht geboten. In manchen Ländern, wie z.B. Slowenien, droht – quasi als Sicherheit gegen die Ausreise des Unfallbeteiligten – die Abnahme von Pass oder Führerschein“, warnte ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer in einer Aussendung. Oft zwingen einen aber auch Sprachbarrieren, die Polizei einzuschalten. Nach der Amtshandlung sollte man sich eine Kopie des Polizeiprotokolls aushändigen lassen.

Des Weiteren müssen Personalien, Fahrzeug- und Versicherungsdaten an Ort und Stelle mit dem Unfallgegner geklärt werden. „Deshalb sollte man immer ein Formular des europäischen Unfallberichtes im Fahrzeug haben“, rät Hoffer. Wenn dieser Bericht von beiden Unfallbeteiligten ausgefüllt und unterschrieben wird, hilft das bei der raschen Schadensabwicklung. Es sollten jedoch keine falschen Angaben oder Schuldeingeständnisse unterschrieben werden, warnt der ÖAMTC-Experte.

Sehr hilfreich kann die eigene Kamera sein: Mit Fotos von der Unfallstelle sichert man wichtige Beweise, die im Streitfall hilfreich sein können. Auch die Personalien von Zeugen sowie Unfallspuren und -schäden am gegnerischen Auto sollten dokumentiert werden. Bei einem Unfall mit einem Mietwagen muss man sofort die Verleihfirma informieren. Diese kann eventuell bei den Verhandlungen mit dem Unfallgegner helfen, so Hoffer. Auf keinen Fall sollte man auf eigene Faust abschleppen oder reparieren lassen.

Liegt das Verschulden nicht eindeutig zur Gänze beim Unfallgegner, muss binnen acht Tagen eine Meldung an die eigene Haftpflichtversicherung erstattet werden. Zur Vorsicht rät der ÖAMTC zudem bei „Unfallhelfern“, die anbieten, das Auto in eine Werkstatt zu schleppen. Das Angebot könnte kriminelle Hintergründe haben.

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