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Weniger Morde, mehr Überfälle

Gegensätzliche Trends gibt es 2003 bei der Wiener Kriminalstatistik zu verzeichnen - "niedrigste Rate seit Menschengedenken" bei Tötungsdelikten, mehr Überfälle.

Das Jahr 2003 geht mit zwei sehr gegensätzlichen Trends in die Wiener Kriminalstatistik ein: Während sich die Polizei bei Tötungsdelikten über die laut dem Leiter der Kriminaldirektion 1, Dr. Ernst Geiger, „niedrigste Rate seit Menschengedenken“ freut, schnellt die Anzahl der Überfälle auf Geldinstitute und Postämter in die Höhe: Seit Jahresbeginn gab es bereits 49 Bank- und Postamtsraube, um 21 mehr als im Jahr zuvor.

Fast alle Morde aufgeklärt


Beim Mord ist auch die Aufklärungsquote erfreulich: Zwölf der 13 Tötungsdelikte gelten laut Geiger als geklärt. Noch keine Spur gibt es nur im Fall der „Katzenmutti“, die am 1. März auf einem Firmengelände in Simmering erschlagen gefunden worden war. Die 69-Jährige hatte seit 20 Jahren streunende Katzen gefüttert, was ihr nicht nur Freunde einbrachte. Alle zwölf geklärten Fälle seien „im weitesten Sinn Beziehungsdelikte gewesen“, sagte Geiger.


Die Mordrate lag in Wien Jahrzehnte lang bei 40 bis 50 Fälle pro Jahr und ist erst in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesunken. 1999 gab es 30 Tötungsdelikte, 2000 waren es 28, im Jahr darauf 26. 2002 lag die Zahl laut Geiger bei 24. „Im Gegensatz zu früher gab es heuer keinen einzigen Raubmord, Sexualmord oder Tötungsdelikte im Zusammenhang mit kriminellen Auseinandersetzungen“, sagte der KD 1-Chef.

Deutlicher Anstieg bei Banküberfällen


Weit weniger positiv ist die Entwicklung bei Bank- und Postamtsüberfällen: Allein seit Anfang Dezember gab es vier solcher Delikte: „Das ist sonst Monatsschnitt“, so Geiger. Man könne zwar nicht sagen, dass in der Zeit vor Weihnachten jedes Jahr mehr Überfälle als in anderen Monaten verübt werden – „Heuer sind es im Dezember aber mehr als sonst.“


„Der langjährige Schnitt lag bei rund 40 Fällen. Anfang der neunziger Jahre ist die Anzahl auf um die 50 Fälle gestiegen. Zuletzt waren Bank- und Postraube rückläufig, heuer haben wir wieder einen Anstieg“, so Geiger.


Weniger als die Hälfte der Überfälle aus diesem Jahr ist geklärt. „Wir haben es mit sehr verschiedenen Täterschaften zu tun“, erläuterte der Kriminalist. Zum einen gibt es organisierte Banden, zum anderen Gelegenheitstäter, meist Amateure mit Schulden. Auch Drogensucht lässt manche kriminell werden.


Organisierte Banden wie die „Nagel-“ oder „Messerbande“ verüben „Banküberfälle, wie sie noch nicht da gewesen sind: viele Täter, mit Messer und Holzlatten bewaffnet, dazu die Brutalität auch gegenüber Kunden sowie das Sich-Selbst-Bedienen mit großen Beutesummen“. Eine Spur gebe es nach wie vor nicht.


Redaktion: Elisabeth Skoda

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