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Weniger Eheschließungen: Österreicher traten 2019 seltener vor den Altar

In allen Bundesländern wurde 2019 ein Rückgang bei Eheschließungen verzeichnet.
In allen Bundesländern wurde 2019 ein Rückgang bei Eheschließungen verzeichnet. ©pixabay.com (Sujet)
Knapp 45.000 Ehen wurden im Vorjahr in Österreich geschlossen. Das sind um 3,2 Prozent weniger als noch im Jahr 2018.

Im vergangenen Jahr wurden in Österreich laut vorläufigen Daten von Statistik Austria 44.997 Ehen geschlossen, um 1.471 bzw. 3,2 Prozent weniger als 2018. Im gleichen Zeitraum wurden 1.257 eingetragene Partnerschaften begründet, das sind 793 bzw. 170,9 Prozent mehr als im Jahr davor.

Anstieg bei eingetragenen Partnerschaften verzeichnet

Diese Ergebnisse spiegeln vor allem die Erweiterung der gesetzlichen partnerschaftlichen Bindungen in Österreich seit 1. Jänner 2019 um gleichgeschlechtliche Ehen und verschiedengeschlechtliche eingetragene Partnerschaften wider, berichtete Statistik Austria am Donnerstag. 2019 wurden 990 gleichgeschlechtliche Ehen geschlossen und 1.124 verschiedengeschlechtliche eingetragene Partnerschaften begründet.

Die Daten der Eheschließungen 2019 beinhalten auch insgesamt 191 Umwandlungen eingetragener Partnerschaften von 106 weiblichen Paaren, 82 männlichen Paaren und drei verschiedengeschlechtlichen Paaren. Umgekehrt wurde 2019 keine einzige Ehe in eine eingetragene Partnerschaft umgewandelt.

Geringster Rückgang bei Eheschließungen in Wien

In allen Bundesländern wurden 2019 weniger Ehen geschlossen als im Jahr davor. Die deutlichsten Rückgänge wurden dabei in Kärnten (-6,7 Prozent) verzeichnet, gefolgt von Oberösterreich (-5,5 Prozent), Salzburg und Tirol (je -4,7 Prozent), Burgenland (-4,4 Prozent), Niederösterreich (-4,3 Prozent), Steiermark (-0,5 Prozent), Vorarlberg (-0,4 Prozent) und Wien (-0,2 Prozent). Die Zahl der Begründungen eingetragener Partnerschaften stieg dagegen 2019 in allen Bundesländern deutlich an.

16.245 Ehen wurden den vorläufigen Daten zufolge 2019 rechtskräftig geschieden, um 0,4 Prozent weniger als im Jahr davor. Zugleich wurden 122 eingetragene Partnerschaften aufgelöst, um 24,5 Prozent mehr als 2018.

(APA/Red)

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