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Wenig Erfolg für Frauen bei Medizin-Aufnahmetests

Geringe Frauenquote bei Medizintests
Geringe Frauenquote bei Medizintests ©APA (Hochmuth)
Bei den Aufnahmetests für das Medizin-Studium in Wien und Graz haben wieder deutlich weniger Frauen einen Studienplatz erhalten als sich beworben hatten. Das zeigen die am Montag veröffentlichten Ergebnisse des Eignungstests Medizin Studium (EMS) für die Medizinische Universität Wien (MUW) und des Auswahlverfahrens für die Medizinische Universität Graz.

In Wien waren von den 3.409 Kandidaten, die sich Anfang Juli dem Test stellten, 56,3 Prozent Frauen, doch nur 43,5 Prozent erhalten nun tatsächlich einen Studienplatz. In Graz waren 57,9 Prozent der Bewerber weiblich, geschafft haben es aber nur 46,3 Prozent. Die Ergebnisse des EMS für die Medizin-Uni Innsbruck werden im Laufe dieser Woche veröffentlicht.

Das seit 2006 durchgeführte Aufnahmeverfahren für das Medizin-Studium, speziell der EMS, hat bereits in den vergangenen Jahren aufgrund der niedrigen Frauen-Erfolgsquote immer wieder für Diskussionen gesorgt. So gab es in Wien und Innsbruck 2006 und 2007 deutlich mehr als 50 Prozent an Bewerberinnen, aufgrund der Testergebnisse wurden aber weniger als die Hälfte der Plätze an Frauen vergeben. 2008 hatte sich die Erfolgsquote der Frauen allerdings verbessert. Eine Analyse durch die Bildungspsychologin Christiane Spiel hat als einen der Hauptgründe für die Geschlechterdiskrepanz die “Bildungssozialisation” der Mädchen durch die Erziehung der Eltern und die Schule geortet.

An der Med-Uni Graz liegt nach einer Panne beim Auswerten der Reihungstests nun das endgültige Ergebnis für die Vergabe der Studienplätze vor: Von 1.126 Bewerbern haben es 169 Frauen und 196 Männer geschafft, unter die besten 365 zu kommen. Das entspricht einem Frauenanteil von 46,3 Prozent. Beworben hatten sich jedoch insgesamt 57,9 Prozent Frauen.

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