Weltweite Demos für mehr Klimaschutz

Die Zahl 350 stand im Mittelpunkt der Proteste
Die Zahl 350 stand im Mittelpunkt der Proteste ©APA (epa)
Weltweit haben Menschen am Samstag für mehr Klimaschutz und weniger Kohlendioxid in der Luft demonstriert. Dies dokumentierten die Organisation 350.org als Veranstalter auf Fotos auf ihrer Internetseite. Laut Organisatoren soll die Belastung der Luft mit dem Treibhausgas Kohlendioxid auf 350 Teile pro Million Teile Luft (ppm) reduziert werden.

Für die Atmosphäre sei dies nach Meinung von manchen Klimaforschern die verträgliche Obergrenze, argumentieren die Initiatoren. Der Wert komme von einem Wissenschaftsteam der US-Raumfahrtbehörde NASA. Der augenblickliche Wert liege bei 387 Teilen pro Million. Wie der US-Fernsehsender CNN im Internet berichtete, waren mehr als 5.400 Versammlungen, Aktionen und Demonstrationen weltweit geplant, in deren Mittelpunkt jeweils die Zahl 350 stand.

In Wien bildeten 200 Freiwillige einen Menschenbaum mit der Zahl 350 in der Mitte, um Staats- und Regierungschefs zu ermutigen, sich Ende des Jahres bei der Klimakonferenz in Kopenhagen für ein faires und effektives Klimaschutzabkommen einzusetzen, berichtete die Umweltorganisation Greenpeace.

Auf der Webseite der Organisatoren wurde von Aktionen am Kilimandscharo in Ostafrika, Bergsteiger am Tafelberg im südafrikanischen Kapstadt berichtet. Umweltaktivisten versammelten sich an den Pyramiden in Ägypten und in Venedig wurde auf der Rialtobrücke für eine sauberere Umwelt geworben. Taucher am Great Barrier Riff vor Australien und im Indischen Ozean vor den Malediven hielten Transparente mit der Zahl 350 hoch. Skifahrer und Snowboarder formierten sich im Schnee in Neuseeland zu einer 350. Am Strand im indischen Chennai bildeten Studenten eine menschliche Pyramide.

Der Gründer von 350.org, Bill McKibben, freute sich laut CNN über die “überwältigende Unterstützung, den Enthusiasmus und das Engagement” in aller Welt für die Initiative.

  • VIENNA.AT
  • Chronik
  • Weltweite Demos für mehr Klimaschutz
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen