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Welttag der Katze: Die Samtpfote als seelischer Beistand

Katzen sind für viele Menschen ein treuer Begleiter.
Katzen sind für viele Menschen ein treuer Begleiter. ©pixabay.com
Am internationalen Tag der Katze, dem 8. August, wird jedes Jahr das Zusammenleben von Menschen und Katze gefeiert: Die Katze ist das liebste Haustier der Österreicher, in jedem vierten Haushalt leben Katzen mit Menschen zusammen.
Stadt Wien kastrierte 2.500 Streuner

Unter dem Namen "A G'spia fürs Tier" bietet die Volkshilfe Wien gleich drei Projekte, ermöglicht ihren Klienten ein Leben mit Katzen und Hunden und fördert Lebensfreude:

Das Projekt "tierbegleitet bewegen" bringt Menschen und ihre Haustiere in gemeinsame, gesunde Aktivitäten. Freiwillige Mitarbeiter, geschult vom Verein "Tiere als Therapie (TAT)" leiten ältere Menschen, Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung zur eigenen Aktivierung an.

Das Projekt "tierbegleitet beschäftigen" ist im Rahmen der Wohnungslosenhilfe tätig. Es bietet tieraffinen Bewohnern der Wiener Wohnungslosenhilfe eine Möglichkeit, sich freiwillig zu engagieren und gegenseitig zu helfen.

Katze als Beistand für Wohnungslose

Bei den Projekten der "Wohnungslosenhilfe der Volkshilfe Wien" spielen Tiere, und im Besonderen Katzen, eine große Rolle. Bei von Wohnungslosigkeit betroffenen Menschen ist das Haustier häufig das Einzige, das ihnen aus ihrem bisherigen Leben geblieben ist.

Sowohl Experten aus Tiertraining und Sozialarbeit als auch externe Freiwillige kommen in die Häuser der Wiener Wohnungslosenhilfe und begleiten Tierhalter und ihre Tiere. Die artgerechte Haltung der Tiere ist dabei selbstverständlich und wird laufend in Kooperation mit Tierschutzombudsstelle Wien überprüft

Kastration verhindert Tierleid

Über zwei Millionen Katzen leben in Österreich, mehr als ein Viertel der Haushalte hielt sich im laut Statistik im Jahr 2018 eine Samtpfote: Die Katze behauptet seit Jahren eindrucksvoll ihre Stellung als unser beliebtestes Haustier. Zum Weltkatzentag weist VIER PFOTEN auf die gesetzliche Kastrationspflicht für Freigängerkatzen in Österreich hin. Sie ist ganz wesentlich bei der Verhinderung von Tierleid.

"Unkastrierte Freigängerkatzen paaren sich oft mit streunenden Katzen. Das hat eine unkontrollierte Vermehrung der Streuner zur Folge", erklärt VIER PFOTEN Kampagnenleiterin Veronika Weissenböck. "Denn Katzen sind mit wenigen Monaten geschlechtsreif und können bis zu dreimal jährlich Junge bekommen. Ein einziges Katzenpaar kann so rein theoretisch nach fünf Jahren bereits 12.680 Nachkommen zeugen. Mit einer wachsenden Größe von Streunerkatzen-Kolonien steigt aber natürlich auch die Gefahr der Ausbreitung von Krankheiten, Parasiten und Seuchen. Auch Verletzungen durch vermehrte Revierkämpfe sind die Folge."

Auch Bauernhofkatzen müssen kastriert werden

VIER PFOTEN appelliert daher an alle Halterinnen und Halter von Freigängerkatzen, ihrer Verantwortung und auch gesetzlichen Pflicht nachzukommen. "Das betrifft auch Bauernhofkatzen, die seit 2016 nicht mehr von der Pflicht ausgenommen sind", sagt Weissenböck. Seither gibt es allerdings auch Diskussionen und Proteste der Landwirte, die in Folge zu einer unbefriedigenden Regelung geführt hat: Reine Zuchtkatzen bleiben seither weiterhin von der Kastrationspflicht befreit.

"Diese Ausnahmeregelung für Zuchtkatzen bietet nach wie vor ein perfektes Schlupfloch, um das Gesetz zu umgehen, denn auch eine "unverhinderte Anpaarung" gilt laut Gesetz schon als Zucht", kritisiert Weissenböck. "Was natürlich ein perfektes Alibi bietet, um sich der Kastration und damit der Verantwortung entziehen zu können." Immerhin gilt für Zuchtkatzen aber eine Chip- und Registrierungspflicht. Seit Jahren fordert VIER PFOTEN diese aber, analog zu den Bestimmungen für Hunde, für alle Katzen, besonders für Freigänger. Entlaufene und ausgesetzte Tiere können so wiedergefunden und zu ihren Besitzern rückverfolgt werden.

(red)

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