Weltrekorde in Wien im Gaberln und Ohr-Gewichtsheben

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Franz Müllers Versuch, einen 60 Tonnen-Lkw mit bloßer Muskelkraft zu ziehen, scheiterte.

Kuriositäten und Weltrekorde, soweit das Auge reicht, hat es am Sonntag bei der „Vienna Recordia“ im Wiener Prater gegeben:
Zafar Gill hob 61,7 Kilo mit seinem Ohr, Breakdancer Michael Krappel bewies seine Ausdauer beim 24-Stunden-Dauerbeatboxen. Mehr als zehn neue Bestleistungen wurden aufgestellt, etwa 10.000 Gäste kamen laut Veranstalter zu dem Spektakel. Keine neue Bestleistung gab es für den stärkste Mann Österreichs, Franz Müllner, der an seinem Vorhaben scheiterte einen 60 Tonnen-Lkw mit bloßer Muskelkraft 30 Meter weit zu ziehen.

Die Haare zu Berge stehen ließ am „Tag der Weltrekorde“ der Auftritt von Zafar Gill: Der Mann aus Pakistan hängte sich mittels einer Klemmplatte 61,7 Kilo ans Ohr und hob das Gewicht mit einem lauten Schrei in die Luft. Sieben Sekunden hielt er für einen neuen Weltrekord mit schmerzverzerrtem Gesicht durch. Er trainiere sein – nicht deformiertes – Ohr täglich für die Gewichtsübungen, durch Reiben und Rütteln werden die Knorpeln und Muskeln aufgewärmt, verriet der Pakistani.

Rechtzeitig zur EURO 2008 gab es auch einen neuen Gaberl-Rekord:
Unter Anleitung von Ex-Kicker Andi Herzog jonglierten 613 Besucher für zehn Sekunden gleichzeitig Bälle mit ihren Füßen. „Nicht hektisch werden. Mit dem Fuß nicht zu hoch gehen, er (der Ball Anm.) kommt eh wieder runter“, mahnte der ehemalige Sport-Profi vor dem Bewerb. „Nur ein bisschen jonglieren und leicht in die Höhe tippen.“

Nicht geklappt hat das ehrgeizige Projekt von Franz Müllner, dem stärksten Mann Österreichs. Im vergangen Jahr schaffte es der Salzburger mit einer Helikopterlandung auf seinen Schultern ins Guinness Buch. In diesem Jahr scheiterte sein Versuch an den „ungünstigen Straßenverhältnissen“: 30 Meter wollte der 37-Jährige einen 58 Tonnen schweren Lkw ziehen, nach 15 Metern verließen Müllner trotz jubelnder Fans die Kräfte. „Schade, es hat nicht funktioniert“, meinte er. Auf dem Weg sei ein kleine Erhebung, über die er den Laster einfach nicht hinüber gebracht hätte. Einen zweiten Versuch wollte der Salzburger nicht wagen: „Das geht zu sehr auf die Substanz, da ist mir die Gesundheit wichtiger.“

Tapfer durchgehalten hat Beatboxer Michael Krappel: Für einen Weltrekord musizierte er 24 Stunden durchgehend mit Mund, Lippen, Zunge und Zähnen. Sprechen sei kein Problem, meinte der doch sichtlich geschwächte Wiener anschließend. „Es ist eigentlich eine schöne Erfahrung.“ Trotz anstrengender Momente habe er nie ans Aufhören gedacht.

Weitere Rekorde: Der deutsche Breakdancer Patrick Grigo schaffte 63 einarmigen Handstand-Sprüngen. Der Oberösterreicher Harald Hel legte mit seinem Tretroller in einer Stunde 26,6 Kilometer zurück. Auch die längste Eis schleckende Kinderkette mit 424 Mädchen und Burschen wird im Guinness Buch verewigt. Absolute Bestleistung gab es auch beim Karaoke-Singern, mehr als 38 Stunden Dauer-Trällern wurden mit einer Urkunde ausgezeichnet. Rekord auch beim Walzertanzen: 115 Paare wiegten sich fünf Minuten im dreiviertel Takt.

Einige Versuche scheiterten knapp. Statt 3.470 Liegestützen schaffte der Wiener Wolfgang Staudinger in einer Stunde nur 3.210 Stück. Auch einzelne Besucher-Bewerbe wurden wegen zu geringer Teilnehmerzahlen negativ bewertet. Erst beim zweiten Anlauf glückte das Vorhaben einen 3,9 Tonnen schweren Geländewagen mit Klebstoff für eine Stunde in die Luft zu heben. Unterstützt und angefeuert wurden die Teilnehmer unter auch von Promis wie ORF-Vocalcoach Monica Ballwein, Starmaniac Gernot Pachernigg, Sportreporter Edi Finger junior und Schauspieler Gregor Seberg.

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