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Weltmeister Räikkönen gewinnt Malaysia-GP

Der finnische Weltmeister Kimi Räikkönen hat am Ostersonntag den Formel-1-Grand-Prix von Malaysia in Sepang ungefährdet gewonnen. Bilder vom Rennen 

Der 28-jährige Ferrari-Pilot siegte beim zweiten Saisonrennen vor dem Polen Robert Kubica (BMW) und dem Finnen Heikki Kovalainen (McLaren) und feierte damit den 16. Sieg seiner Karriere. McLaren-Fahrer Lewis Hamilton (GBR) verteidigte mit Rang fünf seine WM-Führung.

Fast hätte Ferrari beim Dschungelrennen im “Dampfbad von Sepang” eine perfekte Wiedergutmachung für das Doppel-Aus in Australien geschafft. Aber der aus der Pole gestartete Felipe Massa, der schon in Melbourne unverständliche Fehler gemacht hatte, verbremste sich auch diesmal in der 31. von 56 Runden auf Platz zwei liegend und beendete sein Rennen im Kiesbett. So lag es an Räikkönen, vor bemerkenswerten 126.000 Zuschauern mit seinem 16. GP-Sieg Ferrari die Ehre zurückzugeben.

Eine Woche nach dem Chaos-Rennen in Melbourne entwickelte sich auf dem ultrabreiten und vom Layout her einer Hibiskusblüte nachgebauten “Sepang International Course” ein undramatisches Rennen. Auch der befürchtete Monsunregen blieb – wie stets in den vergangenen Jahren – trotz 30 Grad Lufttemperatur und 67 Prozent Luftfeuchtigkeit aus.

Pole-Mann Massa gewann den Start vor Räikkönen und Kubica, führte aber nur bis zum ersten Boxenstopp, bei dem er regiegemäß vom Teamkollegen Räikkönen überholt wurde. Der 28-jährige Finne fuhr danach ein souveränes Rennen und war nach dem Ausrutscher seines brasilianischen Teamkollegen auch den letzten ernsthaften “Gegner” los.

Im Ziel hatte Räikkönen 19,5 Sek. Vorsprung auf den Polen Kubica, der mit seinem bisher besten GP-Ergebnis erneut einen Podestplatz für BMW-Sauber herausholte. In Melbourne war Nick Heidfeld Zweiter gewesen. Mit weiteren elf WM-Punkten schaffte BMW das bisher beste Ergebnis und ist in der WM Zweiter. Und das, obwohl sich “Quick Nick” diesmal trotz schnellster Rennrunde als bester der fünf Deutschen mit Platz sechs zufriedengeben musste, nachdem er im Qualifying von den beiden McLarens behindert worden war.

Die deshalb von der zweiten Startreihe auf die Plätze acht und neun zurückversetzten “Silberpfeile” waren deshalb keine Sieganwärter. McLaren musste froh sein, dass Kovalainen Platz drei schaffte. Hamilton hingegen hatte nach einem Blitzstart auf Rang fünf Probleme mit dem linken Vorderreifen.

Sein Vorwärtsdrang wurde zudem von einem rundenlangen Kampf gegen den Red Bull von Mark Weber gebremst und dann beim ersten Stopp beendet, nachdem dieser mit schwarz qualmenden Bremsen fast 20 Sekunden gedauert hatte. Am Ende kam der 23-jährige Vizeweltmeister, der nach zwei WM-Rennen mit 14 Punkten vor Räikkönen und Heidfeld (je 11) führt, mit fast einer dreiviertel Minute Rückstand als Fünfter ins Ziel. “Wenn du so lange hinter jemand herfahren musst, ist es egal, um wie viel schneller dein Auto ist”, sagte Hamilton.

Räikkönen nahm seinen Triumph relativ leidenschaftslos hin. “Nach dem ersten Pitstop war es ein einfaches Rennen. Ich hätte auch schneller fahren können, denn das Auto war diesmal perfekt”, sagte der “Iceman” nach dem unspektakulären Rennen mit steinernem Gesicht. Man hat GP-Sieger schon mehr lachen gesehen. Selbst sein Landsmann Kovalainen strahlte über Platz drei mehr. “Angesichts der Strafe müssen wir damit zufrieden sein”, sagte er.

Während Jarno Trulli den immer stärker werdenden Toyota auf Platz vier pilotierte, wurde der deutsche Williams-Fahrer Nico Rosberg nach Platz drei in Australien diesmal nur 14.. Für Red Bull gab es wie in Australien Platz sieben. Diesmal aber nicht für Toro Rosso, sondern für den RB4 des Australiers Mark Webber. Damit hat auch Red Bull Racing in der Konstrukteurs-WM mit zwei Punkten “angeschrieben”. David Coulthard wurde im zweiten RB4 Neunter, beide Toro Rossos schieden diesmal aus.

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