Weltfrauentag: Wiener Museen locken mit Programm-Schwerpunkten und Gratis-Eintritt

Am 8. März gibt es in vielen heimischen Museen Programm zum Weltfrauentag.
Am 8. März gibt es in vielen heimischen Museen Programm zum Weltfrauentag. ©APA/HERBERT NEUBAUER
Der heutige internationale Weltfrauentag schlägt sich auch in den österreichischen Museen nieder. Zahlreiche Häuser bieten Frauen am 8. März Gratis-Eintritt, vielerorts gibt es auch ein spezielles Programm.

Die Albertina etwa bietet zusätzliche Online-Führungen und Werkbesprechungen zu zeitgenössischen Künstlerinnen an. "Im Kunstbereich hat sich für Frauen in den letzten Jahren viel zum Positiven entwickelt. Gerade in der zeitgenössischen Kunst spielen Frauen eine wichtigere Rolle", wird Angela Stief, Chefkuratorin der Albertina modern, in einer Aussendung zitiert.

Auch das Naturhistorische Museum Wien, das mit Katrin Vohland erstmals eine Frau an der Spitze hat, nimmt den Internationalen Frauentag zum Anlass, seine weibliche Seite zu zeigen: Derzeit seien 152 Dienstnehmerinnen in dem Museum beschäftigt, hieß es. Auch frühere Forscherinnen sollen durch einen neuen Schwerpunkt vor den Vorhang geholt werden.

Heimische Museen setzen Schwerpunkt zum Weltfrauentag

Das Kunst Haus Wien feiert den internationalen Weltfrauentag mit dem Fotoprojekt feminist, das am Montag auf den digitalen Kommunikationskanälen des Hauses veröffentlicht wird. "Die porträtierten Feministen* stehen alle in loser oder enger Verbindung zum Haus und zeigen mit Ihrer Teilnahme, dass die Gleichstellung ein gesamtgesellschaftliches Ziel ist", heißt es in der Ankündigung. Künstlerin Elsa Okazaki fotografierte dafür u.a. Fotograf Andreas Bitesnich, Autor Josef Haslinger, Wiens Tourismusdirektor Norbert Kettner, Künstler Erwin Wurm und Imker Thomas Zelenka. Von 14 bis 18 Uhr können sich Besucher*innen mit einem T-Shirt unter Einhaltung der Covid-19-Schutzmaßnahmen fotografieren lassen.

Das Haus der Geschichte Österreich startet unter dem Motto "Heimat großer Töchter" einen Themenschwerpunkt und porträtiert auf www.hdgoe.at "bekannte und weniger bekannte Frauen damals und heute, die vielfach Pionierinnen waren. "Nicht nur in der Geschichte finden sich inspirierende Frauen: Sie sind mitten unter uns. Ob Oma oder Nachbarin, Businessfrau oder Mentorin - alle, die uns persönlich bewegen und beflügeln, wollen wir würdigen. Auf unserer digitalen Plattform und im Museum am Heldenplatz eröffnen wir einen nachhaltigen Platz für Heldinnen", betont hdgö-Direktorin Monika Sommer. In einer laufend wachsenden Web-Ausstellung lädt das hdgö alle dazu ein, gemeinsam weitere inspirierende Frauen sichtbar zu machen. Unter #platzfürheldinnen können Fotos und Videos, die für eine inspirierende Frau stehen, mit einer kurzen Beschreibung hochgeladen werden. Im Künstlerhaus Wien will man gemeinsam mit The Golden Pixel Cooperative spannende Beiträge auf Instagram und Facebook posten.

Die Österreichische Nationalbibliothek bietet am Frauentag um 17 Uhr eine kostenlose Online-Führung durch das Literaturmuseum an: "Entdeckerinnen und Aufdeckerinnen. Ein Streifzug durch die Dauerausstellung". Um 18 Uhr werden dann Autorinnen in der aktuellen Sonderausstellung "Utopien und Apokalypsen. Die Erfindung der Zukunft in der Literatur" in einem virtuellen Rundgang vorgestellt. Im Literaturmuseum gibt es bereits am Sonntag freien Eintritt für Frauen. Die Österreichische Mediathek bietet in der Onlineausstellung "Frauenstimmen" Archivaufnahmen österreichischer Schriftstellerinnen von Ingeborg Bachmann bis Elfriede Jelinek an.

(APA/Red)

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