Welt-Tuberkulosetag: Weniger Neuinfektionen, Gefahr durch Resistenz

Der Tuberkulose-Bazillus zerstört vor allem die Lungen.
Der Tuberkulose-Bazillus zerstört vor allem die Lungen. ©AP
Am 24. März ist Welt-Tuberkulosetag: Weltweit gibt es zwar weniger Neuinfektionen. Doch die TBC ist weiterhin die gefährlichste übertragbare bakterielle Erkrankung. Dies erklärte jetzt Holger Flick, Leiter des Arbeitskreises "Infektiologie und Tuberkulose" der Österreichischen Gesellschaft für Pneumologie (ÖGP) und Oberarzt an der Klinischen Abteilung für Lungenkrankheiten an der Grazer Universitätsklinik.

Entsprechend dem TBC-Report der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom vergangenen Jahr nimmt die Zahl an Neuerkrankungen und auch die Mortalitätsrate in den meisten WHO-Regionen unverändert leicht ab. “Mit 8,8 Millionen Neuerkrankungen im Jahr 2010 und 1,45 Millionen Todesfällen bleibt TBC aber die weltweit am häufigsten zum Tode führende bakterielle Infektionskrankheit. Ca. 80 Prozent aller an Tuberkulose erkrankten Menschen stammen aus Afrika, Asien oder der Westpazifikregion, 32 Prozent aller an TBC Verstorbenen waren zusätzlich HIV positiv”, hieß es in einer Aussendung der ÖGP.In Österreich bleibt die Zahl der Neuerkrankungen mit leicht fallender Tendenz auf niedrigem Niveau, erklärte Flick. Im Vergleich zu 2008 erkrankten in Österreich im Jahr 2010 um 129 Menschen weniger an TBC (2008: 817 Neuerkrankungen, 2009: 697, 2010: 688). Der Fachmann: Österreich ist mit 8,2 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner ein Niedrigprävalenzland (Prävalenz – Krankheitshäufigkeit gesamt, Anm.).”

In 44 Prozent aller Fälle handelt es sich in Österreich um Menschen, die aus Ländern mit großer Armut und somit hohen Tuberkuloseraten eingereist sind. Die Infektion ist eine klassische Erkrankung armer Länder, sozial benachteiligter Bevölkerungsschichten, von Vertriebenen und Kriegsopfern.

(APA)

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