Welt-Schach-Präsident spielte Partie mit Gaddafi

In Libyen fließt weiter Blut - und Machthaber Muammar al-Gaddafi spielt Schach. Der russische Präsident des Weltschachverbands FIDE, Kirsan Iljumschinow, hat am Sonntag in Tripolis mit Gaddafi eine Partie absolviert.
“Dabei hat Gaddafi betont, dass er Libyen nicht verlassen wird”, sagte Iljumschinow nach Angaben der Agentur Interfax. Der Diktator werde auch nicht zurücktreten.

“Er hat gesagt: ‘Ich bin weder Premier, noch Präsident, noch König. Ich habe kein Amt inne und kann demzufolge keins abgeben'”, sagte Iljumschinow. Derzeit befinde er sich auf einer Rundreise durch Nordafrika, erzählte der FIDE-Chef.

“Das Treffen dauerte zwei Stunden – aber nicht in irgendeinem Bunker, sondern in einem Bürogebäude der libyschen Hauptstadt”, sagte Iljumschinow. Auch mit Gaddafis ältestem Sohn Mohammed, der Libyens Nationales Olympisches Komitee (NOK) leitet, habe er in aller Ruhe eine Partie gespielt. Iljumschinow gilt als höchst exzentrisch. So hatte der 49-Jährige im russischen Staatsfernsehen von einem Besuch bei Außerirdischen erzählt. Zudem wollte er nahe des Ground Zero in New York ein Sportzentrum in Form von Schachfiguren bauen lassen.

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