Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Welt-Aids-Konferenz 2010 in Wien

©Bilderbox
Ende 2007 lebten weltweit 33,2 Millionen Menschen mit dem Virus. 2,1 Millionen starben durch die Immunschwächekrankheit.

Doch auch abseits rein medizinischer Fragen kämpfen HIV-Infizierte und ihre Angehörigen mit Sorgen. “Ohne Durchsetzung der Menschenrechte ist auch ein erfolgreicher Stopp der Epidemie kaum möglich”, erklärte aus Anlass eines Seminars der Aids Hilfe Wien im Vorlauf der Welt-Aids-Konferenz im Jahr 2010 in der Bundeshauptstadt der kanadische Experte Ralf Jürgens.

“HIV/Aids und Menschenrechte” lautete der Titel der Veranstaltung heute, Dienstag. Jürgens, Jurist, ehemals Mitbegründer des “Canadian HIV/Aids Legal Network” und nunmehr Berater für die Themen Gesundheit und Menschenrechte unter anderem für die WHO, kam nach Wien in Vorbereitung der Welt-Aids-Konferenz im Sommer 2010 (18. bis 23. Juli).

Der Experte: “Wir werden im wissenschaftlichen Programm wieder eine eigene ‘Schiene’ für HIV/Aids und die Menschenrechte haben. Nach Wien kommen 15.000 Menschen, die mit der Verhütung und Behandlung der Krankheit beschäftigt sind. Wien ist ein guter Platz für Menschenrechtsangelegenheiten. Wir wollen von der Konferenz ausgehend auch einen Marsch für die Menschenrechte in Verbindung mit HIV/Aids veranstalten, der mit einem Konzert enden soll.”

Jürgens hat gemeinsam mit anderen Aktivisten ein mittlerweile schon weltweit rund 650 Initiativen umfassendes Netzwerk organisiert, das die Menschenrechte mit ins Zentrum des globalen Kampfes gegen Aids stellen will. Es gibt eine eigene Charta mit dem Titel “Menschenrechte und HIV/Aids – Jetzt erst Recht”.

Der Aktivist: “Wegen Menschenrechtsverletzungen in vielen Staaten der Erde sind bestimmte Bevölkerungsgruppen, zum Beispiel Jugendliche, Frauen, Drogensüchtige und Häftlinge, besonders vulnerabel für HIV/Aids. Deshalb bekommt auch ein Teil der Betroffenen keine Medikamente.” In Staaten Afrikas können Frauen zum Beispiel nicht “zugeben”, dass sie HIV-positiv sind, ohne von ihren Männern verstoßen zu werden. In manchen Ländern dürfen Jugendliche erst ab einem gewissen Alter über die Risiken aufgeklärt werden. In zahlreichen Staaten ist Homosexualität weiterhin ein Tabuthema.

Jürgens: “Obwohl in Osteuropa die Zahl der HIV-Positiven eng mit dem Drogenproblem zusammenhängt sind diese Leute bei den Präventionsmaßnahmen unterrepräsentiert. In vielen Ländern haben Gefängnisinsassen keine Zugang zur Behandlung oder zur Prävention. Die Menschenrechte sind kein Allheilmittel. Aber es ist klargeworden, dass Menschenrechtsverletzungen ein fundamentales Problem für den Kampf gegen Aids sind.”

Auch die westlichen Industriestaaten – und somit Österreich – sind nicht durchgehend frei von dieser Problematik. Die Aids-Hilfen Österreichs haben erst anlässlich des Welt-Aids-Tages 2008 vehement darauf hingewiesen, dass es weiterhin zahlreiche legistische Bestimmungen gibt, die Betroffene diskriminieren können.

S E R V I C E: Charta der HIV-Menschenrechtsaktivisten im Internet unter http://www.soros.org/endorsehumanrights

 

Fill 1Created with Sketch. zurück zur Startseite
  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Welt-Aids-Konferenz 2010 in Wien
  • Kommentare
    Kommentar melden
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen