Weitere Proteste gegen Israel bei Trauerfeier in Istanbul

Bei einer Beerdigungszeremonie für einen getöteten Gaza-Solidaritätsakti­visten ist es in Istanbul zu neuen Protesten gegen Israel gekommen. Zu der Trauerfeier um die Beyazit-Moschee versammelten sich mehr als 20.000 Menschen, viele davon mit türkischen und palästinensischen Fahnen, wie türkische Fernsehsender berichteten.
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Der von israelischen Soldaten bei der Erstürmung des Schiffes “Mavi Marmara” in internationalen Gewässern getötete Cevdet Kiliclar war ein Mitarbeiter der islamisch-türkischen Stiftung für humanitäre Hilfe (IHH). Die Organisation hatte erklärt, Kiliclar sei erschossen worden, während er Fotos der israelischen Soldaten machte.

Nur wenige Tage nach dem blutigen israelischen Angriff auf einen Hilfskonvoi zeichnet sich inzwischen im Mittelmeer eine neue Konfrontation ab. Der unter irischer Flagge fahrende Frachter “Rachel Corrie” werde am Samstag versuchen, die Seeblockade zu durchbrechen und Hilfsgüter direkt nach Gaza bringen, kündigte eine Sprecherin an.

Der Frachter “Rachel Corrie” mit der nordirischen Friedensnobelpreisträgerin Mairead Maguire (66) sowie rund 20 weiteren Persönlichkeiten an Bord befand sich am Freitag rund 250 Kilometer vor der Küste Israels in internationalen Gewässern. Die pro-palästinensischen Aktivisten an Bord wollten nach eigenen Angaben unter keinen Umständen das Angebot Israels annehmen und die Hilfsgüter im Hafen von Ashdod löschen lassen. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat angekündigt, dass Israel eine Verletzung der verhängten Seeblockade vor dem Gazastreifen nicht tolerieren werde. Bei der Erstürmung der Gaza-Solidaritätsflotte hatten israelische Soldaten am Montag neun Personen getötet.

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