Weitere mögliche Opfer von deutschem Krankenpfleger entdeckt

Ehemaliger Krankenpfleger sitzt lebenslänglich
Ehemaliger Krankenpfleger sitzt lebenslänglich
Der im deutschen Bundesland Niedersachsen wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilte Ex-Krankenpfleger hat möglicherweise sieben weitere Patienten auf dem Gewissen. Das hätten die Exhumierungen von mehreren Leichen auf Friedhöfen nahe Delmenhorst ergeben, teilten die Staatsanwaltschaft Oldenburg und die dortige Polizei am Mittwoch mit.


Bei den Leichen seien Rückstände eines Herzmedikaments nachgewiesen worden, mit dem der Pfleger am Klinikum Delmenhorst Patienten totgespritzt hatte, gaben die Behörden bekannt. Damit erhöhte sich die Zahl der möglichen weiteren Opfer auf 21 seit Beginn der Exhumierungen.

Das Landgericht Oldenburg hatte Niels H. im vergangenen Februar unter anderem wegen Mordes und Mordversuchs an Patienten am Klinikum Delmenhorst in fünf Fällen verurteilt – zu lebenslanger Haft. Im Prozess hatte er jedoch gestanden, von 2003 bis 2005 etwa 30 Patienten getötet zu haben. Die Polizei geht sogar von mehr als 200 Verdachtsfällen nach.

In den vergangenen Monaten ließen die Ermittler deswegen zahlreiche Gräber öffnen. Auch derzeit liefen wieder Exhumierungen, sagte eine Polizeisprecherin. Diese werden die Polizei voraussichtlich noch mehrere Monate beschäftigen.

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