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Weitere Hausdurchsuchungen bei Identitären in Wien

In zwei Wiener Wohnungen wurde nach weiteren Anhaltspunkten gesucht.
In zwei Wiener Wohnungen wurde nach weiteren Anhaltspunkten gesucht. ©APA/HERBERT P. OCZERET
Bei Mitgliedern der Identitären Bewegung in Wien kam es am Dienstag erneut zu Hausdurchsuchungen. Im März wurde eine Razzia bei Identitären-Chef Martin Sellner durchgeführt.
Razzia bei Identitären-Chef
Sellner wollte sich mit Attentäter treffen
Mailkontakt von Sellner und Christchurch-Attentäter

Bei Mitgliedern der Identitären Bewegung sind am Dienstag erneut Hausdurchsuchungen durchgeführt worden. Konkret wurden zwei Wohnungen durchsucht, wie die Staatsanwaltschaft Graz der APA bestätigte. Dabei ging es neuerlich um die Ermittlungen rund um die Spende des Christchurch-Attentäters an Identitären-Chef Martin Sellner, die bereits im März 2019 publik geworden war.

Hausdurchsuchungen in zwei Wiener Wohnungen

Bereits damals wurde Sellners Wohnung in Wien im Auftrag der Staatsanwaltschaft Graz durchsucht. Nun habe man (aufgrund von von Sellner selbst produzierten und auf dessen Profilen in Sozialen Medien verbreiteten Videos) erkannt, dass es noch andere Wohnungen geben muss, "wo es eventuell neue Anhaltspunkte" gibt, hieß es am Dienstag seitens der Staatsanwaltschaft Graz zur APA.

Laut dem Sprecher der Staatsanwaltschaft handelt es sich um zwei Wohnungen in Wien, für die die Staatsanwaltschaft die Hausdurchsuchung angeordnet hat. Es gehe um die Überweisung des Christchurch-Attentäters an Sellner und die Frage, "ob es über diese Spende hinaus weitere Spende gegeben hat", dabei seien die Ermittler etwa auf der Suche nach "Buchhaltungsunterlagen".

Identitären-Chef Sellner machte Razzia selbst publik

Sellner hatte zuvor die Hausdurchsuchung selbst publik gemacht: "Bin via Tel und WA (Whatsapp, Anm.) nicht erreichbar. Heute um 07:00 stand erneut die Polizei vor der Tür mit Durchsuchungsbeschluss. Eine Privaträumlichkeit von mir und eine weiter Wohnung wurden durchsucht. Handy und Datenträger erneut beschlagnahmt", postete der Obmann der vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften Identitären Bewegung auf dem Kurznachrichtendienst Twitter. Sellner beklagte die "absurde Repression", diese würde "die Angst der Eliten vor friedlichem Aktivismus" zeigen.

Ermittlungen auch gegen Sellners Lebensgefährtin

Ermittelt wird gegen Identitären-Chef Martin Sellner nach wie vor wegen des Verdachts der Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung (Strafgesetzbuch §278b (2)). Das Strafverfahren richtet sich laut Staatsanwaltschaft Graz schon seit längerem nicht nur gegen Sellner selbst, sondern auch gegen seine Lebensgefährtin. Der Strafrahmen liegt laut Gesetz bei einer Freiheitsstrafe von einem bis zu zehn Jahren.

(APA/Red)

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