Weiter Pattsituation in Lobau

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Die Pattsituation zwischen Umweltschützern und Asfinag bei der Blockade der Probebohrungen in der Wiener Lobau hat sich nach der ersten Nacht nicht gelöst.

Die Aktivisten blockieren weiter die beiden Bohrfahrzeuge, die am Montag ihren Standort im Nationalpark erreicht hatten. Die Asfinag wurde von den Umweltschützern am Dienstag daran gehindert, die dritte Bohrmaschine in die Lobau zu bringen.

Die beiden Maschinen, die sich bereits an ihrem Standort befinden, seien in der Nacht von einem privaten Sicherheitsdienst bewacht worden, berichtete Projektleiter Christian Honeger der APA. Dabei betonte er, man bleibe auch weiterhin in der Lobau: „Es gibt keinen Rückzug von unserer Seite.“

Gespräche mit den Blockierern hätten derzeit keinen Sinn. Mittlerweile würden die Mitarbeiter der Asfinag von den Aktivisten beim mittleren Bohrloch sogar am Betreten des Bauzaunes gehindert. Deren Aufenthalt dort widerspreche vollkommen dem Wegegebot im Nationalpark.

Während sich die Asfinag an die Auflagen halte, würden diese von der Gegenseite alle missachtet, ärgerte sich Honeger. Es sei nun an der Zeit, dass sich die Politik zu Wort melde, befand der Asfinag- Projektleiter – schließlich habe sein Unternehmen von dort die Verpflichtung übernommen, das Projekt umzusetzen.

Die Bürgerinitiative „Rettet die Lobau“ hat unterdessen Unterstützer dazu aufgerufen, zumindest für einige Stunden in den Nationalpark zu kommen, bis die Asfinag das Bohrgerät wieder abgezogen habe. Die Umweltschützer wollen erst wieder verhandeln, wenn die Bohrmaschinen den Nationalpark wieder verlassen haben.

In der Lobau sollen insgesamt 18 Probebohrungen vorgenommen werden – als Vorarbeiten für die geplante Nordost-Umfahrung. Diese soll unter der Donau und der Lobau als Tunnel verlaufen.

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