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Weisser Ring: Heuer bereits 28 Prozent mehr Opfer

Immer mehr Menschen wenden sich an den Opferverband Weisser Ring.
Immer mehr Menschen wenden sich an den Opferverband Weisser Ring. ©Bilderbox (Symbolbild)
Wien - Vor allem Personen aus Wien nehmen vermehrt die Angebote des Opferschutzverbands wahr: Täglich rufen 33 Personen beim Opfer-Notruf an, Tendenz steigend.
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Im ersten Halbjahr 2010 betreute der Opferverband der Weisse Ring mit 1.071 neuen Kriminalitätsfällen deutlich mehr als im Vergleichszeitraum 2009 (836 neue Fälle). Das sei eine Steigerung von 28 Prozent, teilte die Kriminalitätsopferhilfe am Donnerstag in einer Aussendung mit. Der gebührenfreie und rund um die Uhr erreichbare Opfer-Notruf verbuchte heuer 6.716 Anrufe (2009: 5.213). Das entspricht einem Anstieg von rund 30 Prozent und im Schnitt 33 Gesprächen täglich.

Welt bricht zusammen

“Für Opfer einer Straftat und deren Angehörige bricht oft eine Welt zusammen”, sagte Udo Jesionek, Präsident des Weissen Ringes. Vor allem Personen aus Wien nehmen vermehrt die Angebote des Verbands wahr. Die meisten neu betreuten Opfer kommen aus der Hauptstadt (733 nach 479; plus 53 Prozent), gefolgt von der Steiermark (80 nach 53; plus 51 Prozent). In Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg war die Zahl der neuen Fälle rückläufig. Im Gegensatz dazu war sie im Burgenland und Kärnten leicht ansteigend.

Körperverletzungen, Vermögensdelikte, Sexualstraftaten

Das Spektrum der Kriminalitätsdelikte reicht über die ganze Palette. An erster Stelle stehen nach wie vor Körperverletzungen mit einem Anteil von 37 Prozent (396 Fälle), gefolgt von Vermögensdelikten mit 32 Prozent und 340 Fällen. Sexualstraftaten sind für zwölf Prozent und 125 Personen Grund, die Opferhilfe in Anspruch zu nehmen. Eine besonders große Steigerung von 401 Prozent verzeichneten die sogenannten Bankanschlussdelikte, also Raub und Diebstahl direkt nach dem Geldabheben, mit 361 neuen Fällen (2009: 72).

Kampagne mit Christiane Hörbinger und Adi Hirschal

Die finanziellen Unterstützungen, wie Bargeldaushilfen und Einkaufsgutscheine, stiegen in der Beobachtungszeit ebenfalls um knapp 66 Prozent von 54.207 auf 89.769 Euro. Eine Kampagne mit Christiane Hörbinger und Adi Hirschal, die sich speziell an Senioren richtet, bringt vor allem älteren Opfern in Wien mehr Unterstützung. An sie wurde im ersten Halbjahr knapp 30.000 Euro ausgeschüttet (2009: 6.117 Euro). In Summe betrugen alle finanziellen Leistungen für Opfer 122.251 nach 75.375 Euro, was ein Plus von 62 Prozent ausmacht. Häufig gehe es bei dieser Art der Hilfe auch um “die symbolische Anerkennung der erlittenen Unrechts, die eine Bewältigung der Opfersituation erleichtert”, betonte Jesionek.

Psychosoziale und anwaltliche Prozessbegleitung

Hierzu kommt noch die psychosoziale und anwaltliche (vom Justizministerium finanzierte) Prozessbegleitung. So wurde von der Anzeige bei der Polizei bis zum Ende des Gerichtsverfahrens im Abrechnungszeitraum zwischen Oktober 2009 bis März 2010 375.322 Euro ausgegeben. Das bedeutet einen Anstieg von 33 Prozent.

Mehr Info unter www.weisser-ring.at

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