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Weihnachtspromotion geht Kunden auf den Geist

Knapp zwei Drittel der Verbraucher plädieren für spätere Vermarktung.

Bereits im Oktober mit frühweihnachtlichen Werbekampagnen für Lebensmittel konfrontiert zu werden, kommt bei den Konsumenten nicht gut an. Da sich die Mehrheit der Verbraucher entgegen der ursprünglichen Intention vieler Unternehmen von zu frühem Marketing gestört fühlt, wären die Handelsabteilungen besser damit beraten, frühweihnachtliche Aktivitäten im Zaum zu halten. Dies rät die Kölner Agentur “Die Gefährten”.

“Dass die Mehrheit der Kunden keine frühweihnachtliche Werbung mag, ist aus menschlicher Sicht nachvollziehbar. Dennoch lassen sich auch die Argumente der Hersteller sowie Händler verstehen. Beispielsweise findet der Verkauf von Feuerwerkskörpern schließlich nur in einer extrem kurzen Zeitspanne statt. Sowohl die Herstellung als auch die Lagerung von Saisonwaren dauern in den meisten Fällen aber sehr viel länger”, erklärt Thomas Otte, Inhaber des gleichnamigen Beratungsunternehmens http://www.brand-consulting.com, auf Nachfrage von pressetext.

Da viele Verbraucher im Zuge der Koalition zwischen Herstellern und Händlern Otte nach zu “schuldlosen Opfern” werden, könnten Negativeffekte nicht komplett ausgeschlossen werden. Zu dem Fazit kommt auch die “Gefährten-Umfrage”. In Kooperation mit dem Fachmagazin acquisa kam heraus, dass es fast die Hälfte der Kunden nicht gut findet, dass in den Herbstmonaten bereits Weihnachtsartikel in den Supermärkten angeboten werden. 65 Prozent wollen eine spätere Vermarktung und 31 Prozent sogar viel weniger Werbung.

“Die betriebswirtschaftlichen Zwangsneurosen der Unternehmen haben inzwischen über das Maß der eigentlichen Bedürfnisse der Verbraucher gesiegt”, verdeutlicht Otte im pressetext-Gespräch. Bei der Präsentation der Waren teilen sich jedoch die Meinungen der Kundschaft. Einerseits weihnachtlich (20 Prozent), kreativ (drei Prozent) und auffällig (42 Prozent), empfinden andererseits 45 Prozent diese als langweilig und 24 Prozent als überladen. Zwei Drittel der Interviewten ziehen zudem Markenartikel entsprechenden No-Name-Waren vor.

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