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Wegen Nachmeldungen: Mehr als 1.400 Corona-Neuinfektionen in Wien

In Wien wurden bisher insgesamt 41.528 Coronavirus-Infektionen registriert.
In Wien wurden bisher insgesamt 41.528 Coronavirus-Infektionen registriert. ©APA/AFP (Sujet)
Mit 1.427 neuen Corona-Infektionen wurden in Wien am Mittwoch im Bundesländervergleich die meisten positiven Testresultate gemeldet. Die hohen Zahlen der letzten Tage waren jedoch technischen Problemen geschuldet.

In Wien hat es im 24-Stunden-Vergleich österreichweit die meisten neuen Corona-Infektionen gegeben: 1.427 positive Testresultate wurden registriert, so der medizinische Krisenstab der Stadt am Mittwoch. Aber: Seit dem Wochenende gebe es technische Probleme mit dem Epidemiologischen Meldesystem des Bundes (EMS), in das die Bundesländer die Corona-Daten einmelden. Dadurch sei es zu Nachmeldungen gekommen - auch für die kommenden Tage könne man dies nicht ausschließen, hieß es.

"Aufgrund dieser Probleme kam es heute zu Nachmeldungen von zwei Laboren in Wien. Diese technischen Probleme betreffen alle Bundesländer. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Zahlen der kommenden Tage auch erhöht sind, weil nicht klar ist, ob weitere Nachmeldungen folgen. Die Nachmeldungen dürften den Zeitraum seit Samstag umfassen", teilte der Krisenstab diesbezüglich in einer Aussendung mit.

Wien mit 1.427 neuen Corona-Fällen und zehn Verstorbenen

Laut den vorhandenen Daten wurden bisher in Wien insgesamt 41.528 Coronavirus-Infektionen registriert. Außerdem sind in der Bundeshauptstadt nun 398 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 zu beklagen. Das sind um zehn mehr als in der am gestrigen Dienstag publizierten Statistik. Dabei handelt es sich um eine 90-jährige Frau und neun Männer - der Jüngste wurde 40 Jahre, der Älteste 96 Jahre alt.

Überwunden haben die Infektion 28.606 Personen. Am gestrigen Dienstag wurden 7.148 Tests vorgenommen: Insgesamt wurden in Wien seit Beginn der Pandemie 695.585 Tests durchgeführt.

Hacker über technische Probleme mit Meldesystem verärgert

Überaus verärgert über die Probleme mit dem EMS des Gesundheitsministeriums zeigte sich Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) am Rande eines Medientermins: "Ich bin es leid es zu diskutieren, wie schlecht diese Datenbank funktioniert." Und stellte dabei auch fest: "Ich schaue fast nicht mehr dort drauf." Es gebe zuhauf Probleme mit der Datenbank: "Die sind langsam, Schnittstellen funktionieren nicht, Labors berichten, dass sie Daten nicht einspielen können."

In diesem Sinne forderte Hacker Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) auf, "seine Datenbank in Ordnung zu bringen": "Wir haben eine schriftliche Stellungnahme vom Chef der AGES, dass die Datenbank eigentlich ausgelegt ist, um 7.000 Salmonellenfälle im Jahr zu dokumentieren. Und mit dem Ding wollen wir eine Covid-Pandemie dokumentieren. Das kann nicht funktionieren."

Strengere Regeln für Großmärkte gefordert

Überdies forderte Hacker heute auch klarere Spielregeln für Großmärkte wie Möbelhäuser oder Baumärkte - sowie auch Einkaufszentren, wie auf APA-Nachfrage klargestellt wurde. "Wenn ich mir die Fotos anschaue am Wochenende von Großmärkten, dann denke ich mir: 'Das muss wirklich nicht sein.' Da habe ich überhaupt kein Problem damit, wenn es Klarheit, eine Präzision gibt, dass auch für Großmärkte gilt, dass dort nicht coronafreie Zone herrscht." Konkret plädierte der Stadtrat für "eine andere Form von Spielregeln". Sein Vorschlag lautet: "Die zur Verfügung stehende Fläche können sich jeweils pro Quadratmeter so und so viele Menschen teilen. Und diese Festlegung muss das Gesundheitsministerium endlich treffen."

Einmal mehr unterstrich Hacker, dass er keine Notwendigkeit in der Schließung von Schulen oder Kindergärten sieht. "Wir haben eine extrem geringe Zahl an positiven Fällen bei Schülerinnen und Schülern und Lehrern - wesentlich geringer als die gesamte Bevölkerung, obwohl die Lehrer als Erwachsene dort drinnen sind. Das zeigt, dass Lehrerinnen und Lehrer mit besonderer Vorsicht auch ihre Verantwortung wahrnehmen, sich nicht außerhalb der Schule anzustecken." Und was die Kinder und Jugendlichen betrifft: Unter-14-Jährige würden im Pandemie-Geschehen kaum eine Rolle spielen.

(APA/Red)

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