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Wegen Grippe-Welle: Appell zum Blutspenden

Das Rote Kreuz ruft zur Blutspende vor Weihnachten auf.
Das Rote Kreuz ruft zur Blutspende vor Weihnachten auf. ©APA/dpa/Jörg Carstensen
Täglich werden in Österreich rund 1.000 Blutspenden benötigt. Das Rote Kreuz appelliert zur Blutspende vor Weihnachten und hofft auf viele Freiwillige.

Das Rote Kreuz ruft zur Blutspende vor Weihnachten auf. Wer an einer Erkältung mit Symptomen wie Fieber, Schnupfen, Halsweh und Husten leidet, kann genau wie Grippe- oder Covid-19-Patienten kein Blut spenden. Dazu kommt, dass aufgrund von Urlauben in den Weihnachtsferien noch weniger Blutspenden eintreffen. Täglich werden in Österreich aber rund 1.000 Blutspenden benötigt. Die Versorgung aller Spitäler erfordert daher die Hilfe zahlreicher freiwilliger Blutspender.

Weniger Blutspenden wegen grippaler Infekte

"Die Zahl der grippalen Infekte ist dieses Jahr deutlich höher als im Vergleichszeitraum der vergangenen zwei Jahre", erklärte Ursula Kreil, Leiterin der Abnahme in der Blutspendezentrale für Wien, Niederösterreich und Burgenland, in einer Aussendung am Mittwoch. Im Fall einer Influenza-Erkrankung darf nach einem schweren Verlauf mit hohem Fieber und Einnahme von Antibiotikum erst 28 Tage nach vollständiger Genesung wieder Blut gespendet werden. Nach einem leichten Verlauf ist eine Spende bereits nach 14 Tagen wieder möglich.

Rotes Kreuz ruft zur Blutspende vor Weihnachten auf

Blutkonserven können rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr, von Spitälern angefordert werden. "In Österreich spenden lediglich 3,56 Prozent der Bevölkerung im spendenfähigen Alter Blut - die Konserven sind jedoch maximal 42 Tage haltbar und können nicht künstlich hergestellt werden, was eine kontinuierliche Aufbringung der Konserven erfordert. Wir bitten daher alle, die sich gesund und fit fühlen, noch vor Weihnachten zur Blutspende zu kommen", appellierte Kreil.

Geringer Aufwand: Blutspenden dauert maximal zehn Minuten

Spenden darf jeder zwischen dem 18. und dem 70. Geburtstag, der bestimmte gesundheitliche und gesetzlich festgelegte Kriterien erfüllt. Erstspender dürfen zum Zeitpunkt ihrer ersten Spende das 60. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Vor der Spende ist ein medizinischer Fragebogen auszufüllen, der sich unter anderem mit Gesundheit, Lebensstil, Auslandsaufenthalten, Medikamenteneinnahme oder Impfungen beschäftigt. Danach werden Blutdruck, Körpertemperatur sowie der Hämoglobin-Gehalt des Blutes gemessen, bevor die Zulassung zur Blutspende erfolgt. Dann nehmen die Spendenden auf einer bequemen Liege Platz. Nach maximal zehn Minuten ist die Spende erledigt, danach gibt es Snacks und Getränke zur Stärkung.

(APA/Red)

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