WAZ will Dichand loswerden

Die deutsche WAZ-Gruppe, die zu 50 Prozent an der "Krone" beteiligt ist, will sich endgültig von "Krone"-Gründer und Hälfteeigner Dichand als Zeitungschef verabschieden.

Der seit Monaten schwelende Machtkampf um die österreichische „Neue Kronenzeitung“ hat sich weiter zugespitzt. Der Essener WAZ-Konzern, der zur Hälfte an dem größten Blatt im Lande beteiligt ist, will den anderen Hälfte-Eigentümer, den Zeitungsgründer, Chefredakteur und Herausgeber Hans Dichand, endgültig loswerden. „Wir sind der Meinung, dass in den Führungspositionen seine Zeit abgelaufen ist“, sagte der WAZ- Geschäftsführer Erich Schumann am Dienstag.

Ursprünglich hatte sich der Konflikt der beiden Eigentümer an der überraschenden Ernennung des Dichand-Sohnes Christoph zum neuen Chefredakteur entzündet. Die WAZ hält den 37-jährigen Juristen für ungeeignet für diese Position und will mit allen Mitteln verhindern, dass er am 1. Februar seine Arbeit an der Spitze der Zeitung aufnimmt. „Wir werden das Match gewinnen“, zeigte sich Schumann siegessicher.

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