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Wasserrohre: Kontrollamt fordert rascheren Austausch

Auf dass Wasser fließt: Sanierungen tun Not.
Auf dass Wasser fließt: Sanierungen tun Not. ©Bilderbox (Symbolbild)
Das Wiener Kontrollamt befürchtet das Schlimmste, nämlich einen Anstieg von Wasserrohrbrüchen. Die Stadt Wien verspricht postwendend eine Intensivierung der Sanierungsarbeiten.
ÖVP fordert Sanierung
SPÖ weist Vorwürfe zurück

Immer wieder kommt es in Wien zu spektakulären Wasserrohrbrüchen, die ganze Straßenzüge lahmlegen. Das Wiener Kontrollamt befürchtet nun Schlimmes: Derartige Vorfälle könnten künftig sogar noch häufiger passieren, da das Rohrnetz immer anfälliger für Korrosion wird. In einem aktuellen Prüfbericht wird die Stadt aufgefordert, doch der Erneuerung der Leitungen eine höhere Priorität einzuräumen – was diese verspricht.

Das Kontrollamt hat untersucht, aus welchem Material die im Wiener Erdreich ruhenden Rohre bestehen. Rund 19 Prozent davon sind Graugussrohre, die bis Mitte der 1960er Jahre verlegt wurden. Dass der Grauguss bzw. die Verbindungen zwischen diesen Rohren problematisch sind, ist bekannt. Vor allem starke Verkehrsbelastung auf darüberliegenden Straßen macht ihnen zu schaffen. Große Wasseraustritte – wie jener in der Wienzeile im Vorjahr – sind auf Brüche dieses Materials zurückzuführen.

Der Zahn der Zeit nagt

Jüngeren Datums sind Leitungen aus sogenanntem Sphäroguss, die fast 60 Prozent des Netzes ausmachen. Sie verfügen laut Kontrollamt über bessere Zugfestigkeit und brechen nicht so leicht. Allerdings: Auch an ihnen nagt der Zahn der Zeit. “Für die nächsten Jahrzehnte ist durch vermehrtes Auftreten von Korrosionsschäden an diesen Rohren eine schnell steigende Anzahl an Rohrgebrechen nicht auszuschließen”, heißt es im Bericht.

Festgestellt wurde, dass die von der zuständigen Magistratsabteilung 31 (Wasserwerke) in der Vergangenheit gesetzten Maßnahmen zur Erneuerung des Netzes notwendig waren. Dies zeige sich unter anderem an den bisherigen Erfolgen bei der Bekämpfung der ständigen Wasserverluste. Jedoch wird betont: “Sie waren aber mit Blick in die Zukunft nicht hinreichend, und es zeichnete sich ab, dass der Erneuerung des städtischen Wasserleitungsnetzes eine noch höhere Priorität einzuräumen sein wird und bestimmte Rohrtypen verstärkt auszutauschen sein werden.”

Verkehr setzt Rohren zu

Das dürfte auch mehr kosten: “Eine Zunahme in den jährlichen Aufwendungen für die Erneuerung des Wasserleitungsnetzes der Stadt wird bei dieser Entwicklung einzukalkulieren sein”, so die Prognose der Prüfer. Aber auch Erleichterungen könnte es geben. Hingewiesen wird unter anderem darauf, dass künftig ein Softwareprogramm zur Verfügung stehen wird, das einen Erneuerungsplan für Rohrnetze auf Basis bestehender Informationsdaten errechnet.

In einer im Bericht enthaltenen Stellungnahme der Wasserwerke wird betont, dass zudem Studien über den Zusammenhang zwischen der Verkehrsbelastung und der Belastung der Rohre forciert werden. Was auch für die Netzsanierung generell gilt: In einer Reaktion aus dem Büro der zuständigen Stadträtin Ulli Sima (S) wurde am Dienstag versprochen, dass die Wasserwerke bestrebt sind, die Maßnahmen für die Erneuerung des Leitungsnetzes zu verstärken. Allerdings, so wurde betont, sei vom Kontrollamt auch anerkannt worden, dass die festgestellte Schadensrate von elf Gebrechen pro 100 Kilometer und Jahr einen international guten Wert darstellen.

Kritik von Seiten der Opposition

Die Opposition fühlt sich in ihrer Kritik bestätigt. ÖVP-Gemeinderat und Kontrollausschuss-Mitglied Günter Kenesei forderte: “Die Erneuerung muss wesentlich rascher erfolgen. Derzeit wird offensichtlich nur an jenen Stellen das Rohrnetz erneuert, wo es unbedingt – aufgrund von aktuellen Schäden – notwendig und unumgänglich ist.” Die ÖVP Wien fordert die Einrichtung eines Fonds, der aus den “Überschüssen aus den Wasser- und Abwassergebühren” gespeist werden sollte und dessen Mittel für die Sanierung eingesetzt werden.

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