Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Wasser kostet in Wiener Kaffeehäusern bis zu 3,60 Euro: Debatte geht weiter

Die Debatte um die hohen Preise für das Leitungswasser in Wiens Kaffeehäusern geht weiter.
Die Debatte um die hohen Preise für das Leitungswasser in Wiens Kaffeehäusern geht weiter. ©dpa-Zentralbild/Jochen Eckel
 In Wien wird wieder darüber diskutiert, ob für Leitungswasser in den Kaffeehäusern Geld verlangt werden darf. Derzeit sorgen Preise von bis zu 3.60 Euro für einen halben Liter Wasser für Aufregung.

Auslöser für die aktuelle Debatte ist die Cafetier-Familie Querfeld. Sie verlangt in einigen Betrieben – etwa im Cafe Landtmann oder im Cafe Museum – seit kurzem 2,50 Euro für 0,5 Liter Leitungswasser.Wien. Dies ist seit Montag der Fall, wie die Schwester des urlaubenden Landtmann-Chefs und Kaffeehäuser-Fachgruppenobmanns Berndt Querfeld, Andrea Winkler, berichtete. Kostenpflichtig ist der Wasserkonsum neben dem Landtmann und dem Museum auch im Cafe Mozart. “Es ist eine Reaktion auf das Nullpreiskonsumieren von vielen Gästen”, betonte Winkler. Zahlreiche Kunden hätten zuletzt nur mehr Wasser bestellt: “Das zwingt uns, dafür etwas zu verlangen. Immerhin leben wir vom Verkauf von Getränken und Speisen.”

Betreiber werden durch Wasser “nicht reich”

Man habe mit den Reaktionen gerechnet, versicherte die Gastronomin, die sich um das Cafe Mozart bei der Albertina kümmert: “Wir wissen, was wir tun.” Im vergangenen Monat sei mehr Wasser verschenkt als alkoholfreie Getränke verkauft worden. Das nun dafür etwas verlangt wird, macht die Betreiber nicht reich, wie man dort beteuert. “Aber wir werden arm, wenn wir das nicht tun”, versicherte Winkler. Immerhin gebe es 350 Mitarbeiter in allen Häusern.

Das Gratis-Wasser sei übrigens vor allem von Wienern verlangt worden, nicht von Touristen. Das ist laut Winkler auch der Grund, warum die zu einem Großteil von Wien-Besuchern frequentierten Lokale in der Hofburg bzw. in Schönbrunn von der neuen Regelung nicht erfasst sind. Die Reaktionen in den drei betroffenen Häusern sind gespalten. Laut Winkler verzichten nun 50 Prozent der Gäste auf das Leitungswasser, 48 Prozent würden sagen, dass sie es einsehen. Die restlichen zwei Prozent sind erstaunt und lassen sich die Angelegenheit erklären.

Willy Turecek, Obmann der Sparte Gastronomie in der Wiener Wirtschaftskammer, übte im APA-Gespräch verhaltene Kritik – jedenfalls an den kolportierten 3,60 Euro eines Innenstadt-Lokals: “Das ist schon die Oberliga.” Er hätte zunächst einmal einem geringeren Preis angesetzt.

Leitungswasser für Gastronomen auch nicht gratis

Das Leitungswasser ist für die Gastronomen selbst naturgemäß auch nicht gratis. In Wien sind dafür 1,73 Euro zu berappen, wobei sich der Preis jedoch auf den Kubikmeter – also auf 1.000 Liter – bezieht.

(APA/Red)

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Wasser kostet in Wiener Kaffeehäusern bis zu 3,60 Euro: Debatte geht weiter
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen