Warum der 6. April Österreichs "Welterschöpfungstag" ist

Österreichs "Welterschöpfungstag" ist der 6. April.
Österreichs "Welterschöpfungstag" ist der 6. April. ©APA/FLORIAN WIESER (Symbolbild)
Der "Welterschöpfungstag" fällt für Österreich im Jahr 2022 auf den Mittwoch, 6. April. Doch was steckt dahinter?
2020: "Welterschöpfungstag" später

Österreich hat mit heute den individuellen "Welterschöpfungstag" erreicht. Das bedeutet, wenn die ganze Welt Ressourcen im gleichen Ausmaß wie Österreich verbrauchen würde, würde ab nun bereits mehr in Anspruch genommen werden, als die Erde im gesamten Jahr regenerieren kann. "Ein Umdenken ist unumgänglich und dringendst geboten", sagte Klimaschutzministerin Leonore Gewessler (Grüne).

Weltweiter "Welterschöpfungstag" im Sommer?

Der weltweite "Welterschöpfungstag" (Earth Overshoot Day) wurde 2021 Ende Juli ausgerufen, für heuer geht man für einen ähnliches Datum aus. Dabei berechnen Experten in einem komplizierten Verfahren, wann der durchschnittliche theoretische Flächenbedarf der Menschheit etwa für Urbanisierung, Nahrungsmittelanbau und industrielle Produktion die Pufferkapazitäten der Erde übersteigt.

Österreichs "Welterschöpfungstag" weiter vorne

Daneben gibt es auch die individuellen Erschöpfungstage. Österreich liegt mit dem 6. April dabei im vordersten Feld. Für Luxemburg war der Tag aber etwa schon am 14. Februar erreicht, in Kanada und den USA war es der 13. März. Den spätesten Termin hat Jamaika mit 20. Dezember.

Österreich: "Welterschöpfungstag" im zweiten Quartal

"Gerade einmal nach vier Monaten in diesem Jahr, hat Österreich als eines der wenigen Länder auf der Welt bereits heute den sogenannten 'Country Earth Overshootday' erreicht. Gerade auch die jüngsten Entwicklungen zeigen uns wie abhängig wir von bestimmten fossilen Rohstoffen sind und wie wichtig die Sicherung der Verfügbarkeit von Rohstoffen gleichzeitig auch ist", sagte Gewessler.

Allem voran durch den Krieg in der Ukraine sei in Europa die Störung der Lieferketten und die eingeschränkte Verfügbarkeit von Ressourcen stark spürbar. "Es ist klar: Wir müssen auf diesem Weg sorgfältiger und gezielter Materialien einsetzen, Produkte möglichst lange nutzen und Stoffe möglichst lange im Wertstoffkreislauf halten und Wegkommen von der Wegwerfgesellschaft - das sind die Gebote der Stunde", unterstrich die Ministerin.

(APA/Red)

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