Warten auf Hilfsorganisationen

Rund 300.000 hungernde Menschen in der durch einen Vulkanausbruch verwüsteten Stadt Goma(Kongo) haben auf die Unterstützung der Hilfsorganisationen gewartet.

Am Vorabend hatte ein Vulkanexperte betont, die Gefahr weiterer Eruptionen bestehe nicht mehr. Jacques Durieux von der französischen „Studiengruppe für aktive Vulkane“ war von den UNO an den Vulkan Nyiragongo geflogen worden.

Das UNO-Welternährungsprogramm (WFP) erwog daraufhin, die Verteilung von Nahrungsmitteln direkt in die Katastrophen-Stadt zu verlegen. In den Vortag hatte die Organisation dies vehement abgelehnt, um den Flüchtlingen nicht zu signalisieren, zu früh ins Gefahrengebiet zurückzukehren. Vergeblich hatten die Helfer jedoch versucht die kongolesischen Flüchtlinge in Notlager jenseits der nahe gelegenen ruandesischen Grenze zu leiten. Bis zum Montagabend hatten nur 8000 Menschen dieses Hilfsangebot angenommen.

In Goma selbst erschütterten in der Nacht nach wie vor Beben in regelmäßigen Abständen die Erde. Nach Auskunft des Vulkanexperten Durieux deuteten die Schockwellen jedoch nicht auf einen neuen Ausbruch des Vulkans hin.

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