Warmer Winter: Wiener Haushalte sparen im Schnitt 10 Euro Heizkosten

Die Heizung musste in diesem Winter nicht so hoch aufgedreht werden wie im letzten Jahr.
Die Heizung musste in diesem Winter nicht so hoch aufgedreht werden wie im letzten Jahr. ©APA/dap
Der außergewöhnlich milde Winter sorgte bei Wien Energie zu einem um 13 Prozent geringeren Wärmebedarf als im Vorjahr. Für die Haushalte heißt das eine Ersparnis von rund zehn Euro.

Im sehr warmen Winter 2019/20 ist der Fernwärmebedarf in Wien rund 13 Prozent unter dem langjährigen Mittel und um 2,7 Prozent tiefer als in der Heizsaison 2018/19 gelegen. Auch der kurze Kälteeinbruch seit voriger Woche änderte daran laut Wien Energie nichts mehr. In diesem Winter ersparten sich die Haushalte beim Heizen einiges, trotz der jüngsten Ausgangsbeschränkungen wegen des Corona-Virus.

Auch vorheriger Winter außergewöhnlich mild

Bei einem jährlichen Durchschnittsverbrauch von 10.700 Kilowattstunden (kWh) sind laut Wien Energie im Schnitt Ersparnisse von rund 10 Euro gegenüber der vorigen Heizsaison zu erwarten, die ebenfalls schon außergewöhnlich mild war. Dieser Winter war einer der wärmsten der heimischen Messgeschichte. Recht warm war dabei der Herbst, außergewöhnlich warm der Februar.

Die Heizsaison dauert für die Energiewirtschaft von Anfang Oktober bis Ende März - auch wenn sich das Wetter nicht immer daran hält: 2019 sorgte sogar im Mai ein Kälteeinbruch noch einmal für Heizwerte wie im Winter.

19 Grad am 1. Februar

Heuer haben knapp 19 Grad Celsius am 1. Februar in Wien eine besonders milde Periode eingeleitet. Dieser Monat war laut Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) der wärmste der Messegeschichte der Bundeshauptstadt. Allein im Februar heizten die Wienerinnen und Wiener um ein Viertel weniger als im langjährigen Durchschnitt und knapp 5 Prozent weniger als 2019. Auch im Oktober, November und Dezember lag der Wärmebedarf laut Wien Energie deutlich unter dem Mittel. Der Jänner lag dagegen im Durchschnitt. Der kurze Wintereinbruch Ende März trübte die Bilanz kaum: Im März wurde rund ein Prozent mehr Wärme als im Vorjahr benötigt, jedoch rund 7 Prozent weniger als im langjährigen Schnitt.

Von einem Heizrekord war der Winter 2019/20 weit entfernt. Dem historischen Rekord am 1. März 2018 mit einer Leistungsspitze von 2.414 Megawatt (MW) standen diesmal als höchste Erzeugungsleistung 1.770 MW am 7. Jänner 2020 gegenüber.

Keine Wärmeabschaltungen bei Zahlungsverzug

Wien Energie versorgt über 400.000 Haushalte und 7.100 Großkunden mit Fernwärme. In der Corona-Krise führe man auch bei Zahlungsverzug keine Wärme-Abschaltungen durch und garantiere die Einhaltung der diesbezüglichen freiwilligen Branchenvereinbarung von voriger Woche, betont Wien-Energie-Geschäftsführer Michael Strebl. Der Fernwärme-Störungsdienst ist unter besonderer Einhaltung von Schutzmaßnahmen weiter im Außendienst im Einsatz.

(APA/red)

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