Währing sagt dem Hundekot den Kampf an

Mit der Kampagne „Weg mit dem Dreck“ sollen wenigstens einige Halter darauf aufmerksam gemacht werden, dass sie die Rückstände ihrer Lieblinge wegräumen müssen, sagte Bezirksvorsteher Karl Homole.

Gassi-Sets und Polizeikontrollen hätten nichts gebracht, nun wird auf die aufklärende Wirkung gehofft.

Rund 1.100 Hunde sind laut Homole im Bezirk registriert. Halter und deren Angehörige zusammengerechnet gibt es etwa 1.500 „Undisziplinierte, die 45.000 Einwohner terrorisieren“, so der Vorsteher. Jeden Tag gebe es Beschwerden über den Dreck. Er selbst geht schon gar nicht mehr gern in die Parks, weil die Hundehalter immer Ausreden für das Geschäft der Vierbeiner finden und auch aggressiv sind, wenn sie auf die Fehler angesprochen werden. Homole:
„Ich steh das nervlich nicht durch“.

Früher Maßnahmen haben nichts gebracht

Bei der neuen Aktion werden an allen Parkeingängen Plakate mit Texten wie „In Währing gehen starke Männer in die Knie“ angebracht. Alle Hundehalter bekommen einen Brief des Vorstehers mit Gassi-Set, Aufklebern und Informationen.

Homole sieht diese Aktion als Notwehr, frühere Maßnahmen hätten nichts gebracht. Im Türkenschanzpark etwa seien 14 Gassi-Set-Automaten aufgestellt worden. Pro Monat und Automat werden im Schnitt nur drei Sets abgesetzt.

Kein Unrechtsbewusstsein der Hundebesitzer

Extra wegen der vierbeinigen Lieblinge wurden im Bezirk insgesamt drei eigene Hundeauslaufzonen errichtet, sagte Homole. Trotzdem sei es geradezu selbstverständlich, dass das Geschäft in Wiesen und auf Gehsteigen verrichtet wird. Mittlerweile sind drei Mitarbeiter dafür eingestellt, um bei Schwerpunktaktionen die „Trümmerl“ wegzuräumen.

Schwerpunktaktionen der Polizei wiederum hätten gezeigt, dass es bei den Hundehaltern kein Unrechtsbewusstsein gibt, so der Bezirksvorsteher. Mit der neuen Aktion habe er Hoffnung, „dass es besser wird“.

Redaktion: Michael Grim

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