Waffentransport gestoppt

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Die US-Behörden haben gemeinsam mit österreichischen Sicherheitskräften einen Plan zur illegalen Versorgung der iranischen Armee mit Nachtsichtgeräten aus US- Produktion gestoppt. Zwei Iraner wurden in Wien verhaftet.

Die US-Behörden haben gemeinsam mit österreichischen Sicherheitskräften einen Plan zur illegalen Versorgung der iranischen Armee mit Nachtsichtgeräten aus amerikanischer Produktion gestoppt.

Zwei Jahre gemeinsame Ermittlungen

Laut Angaben der US-Grenz- und Zollpolizei (ICE – US Customs und Immigration Enforcement) wurden nach zweijährigen gemeinsamen Ermittlungen durch US-Behörden und das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) zwei Iraner in Wien wegen Verletzung der österreichischen Exportgesetze verhaftet. Sie wollten laut US-Angaben 3.000 militärische Nachtsichtgeräte illegal in den Iran exportieren.

Der Sprecher des Innenministerium, Rudolf Gollia, bestätigte die Festnahmen. Der Zugriff sei am 30. November in Wien-Landstraße erfolgt. Bei den beiden Festgenommenen handle es sich um eine 27-jährige Frau und einen 39-jährigen Mann. Sie befänden sich in Wien in Untersuchungshaft. Eine Auslieferung in die USA sei nicht geplant, da die Verdächtigen gegen österreichisches Recht verstoßen hätten. Ihnen drohen bis zu zwei Jahre Haft.

Verdächtige wollten 3.000 Nachtsichtgeräte schmuggeln

Die Verdächtigen haben den Angaben Gollias zufolge versucht, über eine Firma in Dubai US-Nachtsichtgeräte der dritten Generation für die iranische Armee und Luftwaffe zu beschaffen. In Wien sollte ein Gerät als Muster übergeben werden. Danach war der Ankauf von 20 Geräten geplant, später von bis zu 3.000. Damit haben die beiden Festgenommenen gegen das österreichische Kriegsmaterialienexportgesetz verstoßen.

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