ÖVP fordert mehr Parkplätze für Motorräder

Die Wiener ÖVP hat eine eue Zielgruppe für sich entdeckt.
Die Wiener ÖVP hat eine eue Zielgruppe für sich entdeckt. ©Bilderbox (Symbolbild)
Die Wiener Stadtkonservativen umwerben die Biker und wollen, dass im Umkreis von Kreuzungen zusätzliche Parkmöglichkeiten geschaffen werden.

Wiens Stadtkonservative umwerben die Biker: Die ÖVP fordert mehr Parkplätze für Motorradfahrer in der Bundeshauptstadt. Für die – laut Statistik Austria – 2009 gemeldeten 56.356 Motor- und Leichtmotorräder gebe es viel zu wenige Abstellplätze, argumentierte die Wiener VP-Chefin Christine Marek am Montag in einer Pressekonferenz. Ihr Lösungsvorschlag: Im Umkreis von Kreuzungen sollen zusätzliche Parkmöglichkeiten geschaffen werden.

Prinzipiell gilt fünf Meter vor bzw. hinter einer Kreuzung ein allgemeines Parkverbot, um die Sicht auf querende Passanten freizuhalten. Marek und VP-Verkehrssprecher Wolfgang Gerstl regten heute an, diese Zonenregelung für Motorräder teilweise aufzuheben. So könnte je ein zweirädriges Fahrzeug parallel zum Gehsteig abgestellt werden, ohne sichtbehindernd zu wirken. Würde man nur ein Zehntel der infrage kommenden Kreuzungen auf Gemeindestraßen dafür erschließen, ergebe das zusätzliche 5.100 Parkplätze.

Zwei Motorradabstellanlagen

Momentan gebe es in Wien nur zwei Motorradabstellanlagen und elf Anlagen, die allerdings Kombieinrichtungen auch für Fahrräder sind, sowie Stellplätze an 33 Orten mit einer Gesamtlänge von 460 Metern. Marek verwies dabei auf den stetigen Zuwachs der knatternden Fortbewegungsmittel, deren Anzahl seit 2001 in der Bundeshauptstadt um 14,3 Prozent gestiegen sei.

Zudem fordert die ÖVP die Förderungen von Fahrtechnikkursen und die Einrichtung von Elektro-Motorrad-Verleihstationen analog zum Citybikesystem. Auch die Freigabe der Busspuren für Biker wird verlangt.

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