Vorschau: Rumänen wollen auch Italien ärgern

Nach dem 0:0 zum Auftakt gegen Frankreich wartet auf das rumänische Fußball-Nationalteam am Freitag um 18.00 Uhr in Zürich Weltmeister Italien.

Und die Truppe von Victor Piturca will auch in ihrem zweiten Gruppe-C-Match die großen Namen des Gegners zur Verzweiflung treiben. Rumänien wird die “Squadra Azzurra” wohl mit ursprünglich italienischen Waffen bekämpfen, nämlich mit Catenaccio-Abwehrbeton.

“Unser Ziel gegen Italien ist zumindest ein Punkt, dann lebt unsere Chance aufs Viertelfinale weiter”, meinte der Teamchef, der gegen die Franzosen dank purer Defensive gepunktet hatte. Und Rumänien setzt auch gegen die mit dem Rücken zur Wand stehenden Italiener auf Einheit und Organisation. “Die Jungs sind fantastisch organisiert und vom taktischen Standpunkt herausragend”, lobte Piturca seine Mannen. Auf einen Schönheitspreis ist Piturca ohnehin nicht aus, das zeigen alleine schon die zehn Verteidiger in seinem 23-Mann-Aufgebot.

Auch Kapitän Cristian Chivu versprach: “Wir werden den Italienern das Leben zur Hölle und es ihnen sehr schwierig machen.” Das 0:3 der Italiener gegen die Niederlande wollte der Inter-Mailand-Legionär nicht überbewerten. “Italien ist Weltmeister. Sie haben ein Spiel verloren, aber deshalb kann man nicht sagen, dass sie jetzt eine schlechte Mannschaft sind. Sie hatten einen schwachen Tag.”

Chivu kündigte an, dass man neuerlich aus einer gesicherten Abwehr agieren werde. “Natürlich wollen wir uns mehr Chancen erarbeiten. Aber wir haben einen Plan. Und das Hauptaugenmerk liegt darauf, nicht zu verlieren. Wir müssen vorsichtig sein.” Gegen Frankreich hatte man keinen einzigen Schuss aufs gegnerische Tor zustandegebracht.

Der EM-Viertelfinalist 2000 strotzt dennoch vor Selbstvertrauen. “Wir haben gegen Frankreich gezeigt, dass wir mit den Besten der Welt mithalten können”, erklärte Mittelfeldspieler Razvan Cocis. Dass die Italiener zum Auftakt gegen die Niederlande verloren haben, überraschte Cocis nicht.

“Jeder hat vor der EM nur von Italien und Frankreich gesprochen, aber die Niederländer haben ebenfalls ein großartiges Team”, so Cocis, der Italien vor dem Match mit einem “verwundeten Tier” verglich. Cocis, der bei Lok Moskau Schützling der Trainer-Zwillinge Raschid Rachimow und Alfred Tatar ist, ließ die Fans auf etwas mehr Offensive gegen Italien hoffen. “Wahrscheinlich müssen wir für den Aufstieg eines der beiden ausstehenden Spiele gewinnen, deshalb werden wir vielleicht ein wenig offensiver auftreten müssen.”

Offensivkraft Adrian Mutu ist die große Hoffnung auf einen Torerfolg. “Unser Ziel ist es, den Platz nicht als Verlierer zu verlassen. Aber um mit den Besten Europas mithalten zu können, muss man diese Teams auch besiegen. Wenn sich Chancen bieten, müssen wir zuschlagen”, erklärte Mutu, der sein Geld im Land des Freitag-Gegners bei Fiorentina verdient.

Neben Mutu und Chivu stehen zwei weitere Italien-Legionäre im rumänischen Aufgebot, nämlich Stefan Radu (Lazio Rom) und Paul Codrea (Siena, Teamkollege von ÖFB-Goalie Alexander Manninger).

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