Vorerst kein Ende der türkischen Militäroffensive gegen PKK

Davutoglu empfing Biden in Ankara
Davutoglu empfing Biden in Ankara
Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu sieht vorerst keine Wiederaufnahme von Friedensgesprächen mit der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK. Die militärische Offensive in der Südosttürkei werde weitergehen, bis die PKK ihre Waffen niederlege, sagte Davutoglu am Samstag in Istanbul nach einem Gespräch mit US-Vizepräsident Joe Biden.


“Die terroristischen Aktivitäten der PKK in der Türkei, Irak und Syrien sind eine Bedrohung für die ganze Region”, betonte Davutoglu. Konkret sehe die Türkei in Syrien drei Kräfte als Bedrohung an: Die Terrormiliz IS, das Assad-Regime und die kurdischen-Volksschutzeinheiten YPG – der syrische Ableger der PKK. Zwischen der PKK in der Türkei und der YPG in Syrien gebe es keinen Unterschied, betonte Davutoglu.

Für die USA dagegen, die die PKK ebenfalls als Terrororganisation einstuft, ist die YPG ein enger Verbündeter gegen den IS in Syrien. Biden zeigte Verständnis für die Militäroffensive der Türkei im Südosten des Landes. Die PKK sei eine Bedrohung für die Türkei.

Die Armee geht seit Mitte Dezember gegen die PKK im Südosten der Türkei vor und liefert sich in den Städten Gefechte mit deren Jugendorganisation YDG-H. Im Juli war ein mehr als zwei Jahre anhaltender Waffenstillstand zwischen türkischer Regierung und PKK gescheitert.

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