Vorarlberger Fluglinie InterSky will Streckennetz erweitern

Hoch hinaus: Intersky präsentiert seine Pläne.
Hoch hinaus: Intersky präsentiert seine Pläne. ©Intersky
Die in Vorarlberg ansässige Fluglinie InterSky will eine Wachstumsstrategie verfolgen und ihr Streckennetz vergrößern.
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Das kündigte der geschäftsführende Gesellschafter Peter Oncken in einem Interview mit den “Vorarlberger Nachrichten” (Montag-Ausgabe) an. Man führe derzeit mit verschiedenen Flughäfen Gespräche, sagte Oncken. Um das neue Streckennetz bedienen zu können, sollen im nächsten Jahr zwei zusätzliche Flugzeuge gekauft werden.

Hochgesteckte Ziele im In- und Ausland

Oncken sieht für InterSky vielversprechende Möglichkeiten im deutschen Regionalflugverkehr, da die großen deutschen Fluggesellschaften wie Lufthansa oder Air Berlin nur noch auf die Knotenpunkte Berlin, Düsseldorf, München und Frankfurt setzten. “Was die Städteverbindungen außerhalb dieser Knoten betrifft, bieten sich uns große Chancen”, sagte Oncken. Neben dem Heimatflughafen und Kernmarkt Friedrichshafen (Baden-Württemberg) könnten für InterSky noch weitere Kernmärkte hinzukommen. Derzeit lote man in Gesprächen mit Flughäfen “die jeweils regionalen Bedarfe” aus, auf deren Basis dann das neue Netz erstellt werde, so der InterSky-Geschäftsführer.

Von einer Zukunftsvision sprach Oncken in Bezug auf den Ausbau der Flugziele in Österreich. “Viel Potenzial” habe etwa Salzburg, auch Linz biete Möglichkeiten. Bei der Wien-Verbindung werde es auf absehbare Zeit bei einer täglichen Rotation bleiben. “Solange sich die AUA (Austrian Airlines) nicht klar positioniert, sehe ich keine Möglichkeit für uns, die Strecke nach Wien zu erweitern”, erklärte Oncken. Man sei an einem solchen Ausbau interessiert, dieser müsse sich aber rechnen. Er hege Zweifel daran, dass die AUA mit ihrer Verbindung von Wien nach Altenrhein in der Ostschweiz Geld verdiene.

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Zur Vergrößerung der Flotte von drei auf fünf Maschinen sagte Oncken, dass man wahrscheinlich zwei weitere Dash 8/300-Maschinen erwerben werde. Jedenfalls werde man keine Jets kaufen, sondern bei Turboprop-Flugzeugen bleiben, “die für den Regionalflugverkehr am besten geeignet sind”, stellte Oncken fest. Das erste der neuen Flugzeuge soll im Februar/März 2013 dazukommen, das zweite im Herbst nächsten Jahres.

Oncken ist im Februar als geschäftsführender Gesellschafter bei InterSky eingestiegen. Die im Dezember 2001 gegründete Airline hatte 2010 nach eigenen Angaben erstmals in ihrer sechsjährigen Geschichte einen nicht näher bezifferten Verlust eingeflogen, zudem spürte die Regionalfluglinie den Konkurrenzdruck auf der Wien-Strecke. Im Dezember des Vorjahres hatte InterSky eine ihrer vier Dash 8/300-Maschinen verkauft und erklärt, man bilanziere 2011 bei einem Umsatz von 26,8 Millionen Euro dank eines Sparprogramms ausgeglichen.

(APA)

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